Purple Clouds – Mounia Jayawanth
Purple Clouds hat mich sofort mit seiner Mischung aus New-York-Atmosphäre, feministischer Magazinwelt und einer leisen, sehr besonderen Lovestory gefesselt. Riley und Louis sind zwei Figuren, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen könnten – und genau darin liegt der Zauber. Ihre Begegnung ist filmreif, ihr langsames Näherkommen intensiv und voller kleiner, berührender Momente. Ich habe das Buch stellenweise richtig inhaliert, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich diese fragile Verbindung entwickelt.
Was mir unglaublich gefallen hat: Die Geschichte ist cozy und gleichzeitig nachdenklich. Sie wirkt nicht überladen oder künstlich dramatisch, sondern lebt von echten Gesprächen, von Gesten, von Augenblicken, die nachhallen. Das Setting – von Rileys WG bis zu den Spaziergängen im nächtlichen New York – hat eine Stimmung geschaffen, die ich am liebsten festhalten würde.
Und doch … so sehr ich das Buch geliebt habe, an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht. Gerade Louis’ innere Kämpfe und Rileys eigene Unsicherheiten hätten ruhig noch stärker Raum bekommen dürfen. Es gab Momente, die sich für mich zu schnell aufgelöst haben, wo ich gern noch länger in den Emotionen verweilt hätte.
