Off to the Races – Elsie Silver

Billie Black hat mich vollkommen eingenommen. Ihre Art, mit Pferden zu arbeiten, ist nicht nur fachlich beeindruckend, sondern zutiefst berührend. Man spürt ihre Leidenschaft, ihren Ehrgeiz, ihre Hingabe – und ihre Fähigkeit, dort Vertrauen zu schaffen, wo andere längst aufgegeben hätten. Sie ist ruhig, stark, unbequem ehrlich. Und ja, sie liebt es ganz offensichtlich, ihren Chef zu provozieren. Was ehrlich gesagt mehr als verdient ist.

Die Dynamik zwischen Billie und Vaugh ist elektrisierend. Kein lautes Drama, sondern dieses stetige Knistern, das sich langsam aufbaut, tiefer geht und lange nachwirkt. Zwei gebrochene Seelen, gefangen in ihren eigenen Traumata, die sich nicht retten – sondern ergänzen. Genau darin liegt die Kraft dieser Geschichte.

Was mich besonders bewegt hat, war die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Die Pferde sind hier kein Beiwerk, sondern Herzstück. Es geht um Verantwortung, um Vertrauen, um die stille Verbindung, die Worte überflüssig macht. Billie verkörpert all das auf eine Weise, die mich tief berührt hat.

Und falls ihr denkt, Pferderennen seien nicht euer Thema: Lasst euch gesagt sein – dieses Buch erzählt so viel mehr. Es geht um innere Kämpfe, um Heilung, um Nähe, um die Frage, wie viel Mut es braucht, sich wirklich einzulassen.

Ich war von den ersten Zeilen an Feuer und Flamme. Das Setting, die Atmosphäre, die aufgestaute Energie zwischen den Figuren – all das zieht einen hinein und lässt nicht mehr los.

Off to the Races ist emotional, intensiv und voller Tiefe. Ein Buch, das berührt, aufwühlt und noch lange nachhallt. Für mich ein Herzensbuch – und ein Auftakt, der Lust auf alles macht, was noch kommt.

The Unwanted Marriage – Catharina Maura

Ich habe die bisherigen Teile der Reihe sehr gern gelesen, weshalb ich mit einer gewissen Vorfreude – vielleicht sogar zu hohen Erwartungen – an The Unwanted Marriage herangegangen bin. Catharina Maura schreibt erneut mit dieser mühelosen Eleganz, die mich jedes Mal sofort in ihre Welten hineinzieht. Man gleitet durch die Seiten, ohne es zu merken, und genau das macht ihren Stil so besonders.

Dieser Band jedoch hat mich auf eine eher ungewohnte Art begleitet: Ich war emotional involviert, aber nicht immer so, wie ich es mir gewünscht hätte.

Faye Matthews war für mich die stille Stärke des Romans. Ihre unfreiwillig vorbestimmte Zukunft, die Last einer seit Kindertagen festgelegten Verlobung – all das hat mich auf einer tiefen, fast persönlichen Ebene berührt. Ich habe mit ihr gelitten, mich mit ihr zusammengerollt gefühlt, wenn der Druck zu groß wurde, und mich mit ihr aufgerichtet, wenn sie endlich begann, ihre Grenzen zu erkennen und auszuweiten. Ihre Entwicklung war nicht laut, nicht dramatisch, sondern fein und glaubwürdig. Genau deshalb hat sie mich so erreicht.

Dion Windsor hingegen… er hat mich nachdenklich zurückgelassen. Ich wollte ihn verstehen. Ich wollte den Moment, in dem seine Fassade bröckelt und man erkennt, was dahinterliegt. Aber dieses Bröckeln kam für mich zu spät und zu leise. Vieles an ihm wirkte berechnet, kontrolliert – nicht geheimnisvoll, sondern distanziert.
Das Zusammenspiel der beiden hatte durchaus Spannung, aber das berühmte „Knistern“, das ich aus den vorherigen Bänden so kannte, blieb diesmal ein Funke, der nicht ganz zum Feuer werden wollte.

Und doch – trotz meiner Kritik – hat mich das Buch nicht losgelassen. Es hat mich beschäftigt. Es hat Fragen aufgeworfen. Es hat mich zwischendurch sogar wütend gemacht, und genau das spricht für Maura: Sie schreibt Figuren, die etwas auslösen.

Mein Fazit: Für mich der schwächste Band der Reihe – aber keineswegs ein schwaches Buch. Faye trägt diese Geschichte mit einer emotionalen Klarheit, die im Gedächtnis bleibt. Dion bleibt hinter seinem Potenzial zurück, doch die Grundspannung, der elegante Schreibstil und die intensiven Momente sorgen dafür, dass man weiterlesen muss.

Holiday Ever After – Hannah Grace

„Holiday Ever After“ hat mich auf eine Art überrascht, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Hannah Grace nimmt eine scheinbar klassische Winterromance – PR-Chaos, Kleinstadt, Grumpy-Meets-Sunshine – und verleiht ihr eine Leichtigkeit, die einen schneller in Fraser Falls ankommen lässt, als man Holiday Ever After sagen kann. Ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich beim Lesen unwillkürlich langsamer wurde, einfach weil ich dieses verschneite, fast schon heimlich einnehmende Städtchen nicht zu schnell verlassen wollte.

Clara Davenport war für mich sofort mehr als nur die typische Karrierefrau in Schieflage. Sie wirkt ehrgeizig, klug, manchmal herrlich stur – aber mit einer Wärme, die zwischen den Zeilen aufflackert, selbst wenn sie versucht, professionell zu bleiben. Und Jack? Ein Paradebeispiel dafür, wie ein mürrischer Problemlöser trotzdem das Herz eines ganzen Romans stehlen kann. Sein Grummeln ist eigentlich ein Schutzwall, sein Humor kommt trocken durch die Hintertür, und sein weicher Kern schimmert in genau den richtigen Momenten, ohne kitschig zu werden.

Besonders gefesselt hat mich die Dynamik zwischen den beiden: dieses unterschwellige Knistern, das sich langsam ausbreitet, begleitet von frechem Banter und einer Handvoll Momenten, bei denen man automatisch lächelt.

Was mich allerdings etwas ausgebremst hat, waren die Unternehmensstrukturen rund um die Davenport-Firma – ein Faden, der spannend hätte sein können, aber sich für meinen Geschmack zu wenig weiterentwickelt hat. Auch manche emotionalen Themen wurden eher angerissen als ausgearbeitet. Ich hätte mir an ein paar Stellen mehr Tiefe gewünscht, ein kleines Innehalten, bevor es weiter zur nächsten humorvollen Szene geht.

Trotzdem: Die Atmosphäre von Fraser Falls ist so liebevoll gezeichnet, dass man sich völlig freiwillig darin verliert. Der Schreibstil ist spritzig, humorvoll und schafft es, den Zauber von Winter, Gemeinschaft und zarten Gefühlen spürbar werden zu lassen.

Mein Fazit: Ein herzerwärmender, charmant geschriebener Weihnachtsroman für alle, die bei Schnee, Lichterketten und Funkenflug auf der Suche nach einem gemütlichen Leseerlebnis sind. Nicht perfekt – aber wunderbar einnehmend. Und definitiv ein Buch, das man mit einem warmen Getränk und einer kuscheligen Decke genießen will.

Nocticadia – Keri Lake

Ich weiß gar nicht genau, wann Nocticadia mich wirklich gepackt hat — vielleicht war es dieser Moment, in dem die Schatten dichter wurden, und ich plötzlich verstanden habe, dass hier mehr lauert als nur eine Romanze zwischen Studentin und Professor.

Keri Lake schreibt keine einfache Geschichte. Sie schreibt ein Gefühl. Etwas Dunkles, Süchtigmachendes, das sich leise in einen hineinfrisst. Die Welt der Dracadia Universität wirkt wie aus Nebel geformt — voller Geheimnisse, Stimmen aus der Vergangenheit und einer Atmosphäre, die man fast atmen kann.

Lilia Vespertine ist keine typische Heldin. Sie ist neugierig, getrieben, manchmal unbequem. Und Devryck Bramwell? Nun ja – dieser Mann ist keine Figur, die man mag, sondern eine, die man nicht vergessen kann. Die Spannung zwischen den beiden ist gefährlich, aber genau das hält einen fest.

Ich gebe zu: Der Anfang hat mich etwas zögern lassen. Es dauert, bis sich die Geschichte entfaltet – bis sie bereit ist, ihre Dunkelheit wirklich zu zeigen. Aber sobald sie das tut, konnte ich nicht mehr aufhören. Dann wird alles intensiver, dichter, fiebriger.

Keri Lake versteht es, Atmosphäre zu erschaffen. Ihr Stil ist kein Feuerwerk, sondern ein schwelendes Glühen – subtil, aber wirkungsvoll.

King of Envy – Ana Huang

King of Envy hat mich vom ersten Kapitel an gepackt – nicht laut, nicht mit übertriebenem Drama, sondern mit dieser leisen, intensiven Energie, die man selten findet. Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen und musste immer wieder innehalten, weil mich einzelne Szenen so sehr getroffen haben.

Ana Huang versteht es meisterhaft, Spannung nicht nur in der Handlung, sondern zwischen den Zeilen aufzubauen. Die Dynamik zwischen Vuk und Ayana ist roh, komplex und gleichzeitig zutiefst menschlich. Es ist keine dieser glänzenden Liebesgeschichten, sondern eine, die kratzt, brennt und sich anfühlt wie ein innerer Konflikt, den man selbst miterlebt.

Vuk ist ein Charakter, der unter die Haut geht – still, kontrolliert und doch voller Emotionen, die sich nur in kleinen Momenten zeigen. Diese Momente waren es, die mich immer wieder atemlos gemacht haben. Und Ayana … sie ist nicht die klassische Heldin. Ihre Stärke liegt in ihrer Verletzlichkeit, in ihrem Mut, sich selbst zu begegnen, auch wenn das bedeutet, alles zu riskieren.

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Tiefe, mit der Ana Huang diese Geschichte erzählt. Kein Wort ist zufällig, keine Emotion oberflächlich. Man spürt die Zerrissenheit, die Sehnsucht, die Loyalität – und diese bittersüße Spannung zwischen Verlangen und Moral, die einen bis zur letzten Seite begleitet.

King of Envy ist mehr als nur ein weiterer Band der Reihe. Es ist ein emotionales Kammerspiel zwischen Schuld, Begierde und der Frage, was man bereit ist, für die Liebe zu opfern.

Ein Buch, das nachhallt – intensiv, sinnlich, eindringlich.

Für mich ganz klar eines ihrer stärksten Werke. Und eines, das ich so schnell nicht vergessen werde.

Holding the Reins – Paisley Hope

Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, wann ich zuletzt ein Buch mit Cowboys gelesen habe – oder ob überhaupt. Aber Holding the Reins hat mich von der ersten Seite an überrascht und vollkommen eingenommen.

Paisley Hope schreibt mit einer Leichtigkeit und Wärme, die sofort Nähe schafft. Ihre Figuren wirken nicht konstruiert, sondern echt – mit all ihren Ecken, Widersprüchen und charmanten Fehlern. CeCe war für mich keine Romanfigur, sondern jemand, den man im echten Leben gern kennen würde. Besonders ihre humorvolle, leicht chaotische Art hat mir das Lesen unglaublich leicht gemacht.

Und dann Nash – ein Cowboy, wie man ihn selten in Geschichten findet: bodenständig, charmant, mit einer angenehmen Portion Selbstironie. Zwischen ihm und CeCe entsteht eine Dynamik, die nicht aufgesetzt wirkt, sondern sich ganz natürlich entwickelt. Man spürt diese unausgesprochene Spannung zwischen ihnen, die das Buch von Anfang bis Ende trägt.

Besonders gelungen fand ich die Kleinstadtatmosphäre. Dieses Gefühl, dass jeder jeden kennt, alles miteinander verwoben ist – und trotzdem ein Ort voller Herz und Leben bleibt. Paisley Hope fängt das mit viel Gespür für Details ein.

Holding the Reins ist keine Geschichte, die laut oder dramatisch sein muss, um zu wirken. Sie überzeugt durch Witz, Charme und echte Emotion. Es ist eines dieser Bücher, die man mit einem Lächeln beendet – weil man sich für ein paar Stunden genau dort zu Hause gefühlt hat, wo die Geschichte spielt.

Ein wunderbares, lebendiges Buch, das mich überrascht, berührt und begeistert hat.

All i want for Christmas is Love – Adventskalender

Die Adventszeit gehört für mich zu den schönsten Jahreszeiten – Kerzenschein, warme Decken und diese besondere Mischung aus Vorfreude und hektischem Alltag. Schon im Oktober habe ich „All I want for Christmas is Love – Adventskalender“ gelesen, und es hat meine Vorfreude auf Weihnachten noch einmal richtig angeheizt. 12 Kurzgeschichten von 12 Autorinnen, jeweils in zwei Kapiteln, wie kleine literarische Türchen, die man jeden Tag öffnen möchte.

Jede Geschichte hat ihre eigene Stimmung: mal zart und gefühlvoll, mal frech und überraschend prickelnd. Gerade diese Mischung macht den Adventskalender besonders reizvoll. Manche Geschichten haben mich sofort gepackt, andere eher leise berührt – und genau diese Vielfalt hat mir die Winterstimmung auf unterschiedliche Weise nähergebracht. Außerdem habe ich einige neue Lieblingsautorinnen entdeckt, deren Stil ich definitiv weiterverfolgen möchte.

Kritikpunkt: Manche Geschichten hätten für meinen Geschmack ein klein wenig mehr Tiefe vertragen – aber das ist wirklich nur ein kleines Detail in einem Buch, das insgesamt wunderbar unterhält und berührt.

Fazit: Ich freue mich schon darauf, den Adventskalender im Dezember noch einmal zu lesen, dieses Mal vielleicht Tag für Tag, um die Vorfreude auf Weihnachten noch intensiver zu genießen. Ein stimmungsvolles, charmantes Buch, das Wärme und Herzklopfen schenkt – perfekt für die Vorweihnachtszeit.

A Season of Love and Secrets – Adventskalender

A Season of Love and Secrets ist kein typischer Kurzgeschichtenband, sondern ein literarischer Adventskalender – ein kleines Ritual für die Vorweihnachtszeit, das jeden Tag ein anderes Gefühl entfacht. Zwölf Autor:innen, zwölf Welten, zwölf Arten, die Liebe zu erzählen – mal leise und melancholisch, mal verspielt, magisch oder bittersüß.

Was mir sofort gefallen hat, war die Vielfalt. Keine Geschichte gleicht der anderen – und doch trägt jede diesen Hauch von Winterzauber, der alles miteinander verbindet. Eine Reise führt nach New York, wo Ghosting plötzlich ganz neue Gründe bekommt; eine andere nach München, wo Zimtduft und unerwartete Begegnungen die Luft erfüllen. Es geht nach Rom, auf eine Raumstation, in die Anderswelt und an Orte, an denen Herzklopfen und Geheimnisse sich leise die Hand geben.

Jede Geschichte ist wie ein Fensterchen, das man öffnet – man weiß nie, was einen erwartet. Manche Geschichten waren für mich einfach nur süß und leicht, andere haben mich überraschend tief getroffen. Ich mochte, dass nicht jede perfekt glatt war – manchmal blieb ein kleiner Gedanke zurück, manchmal ein unerfüllter Wunsch, manchmal einfach ein warmes Gefühl. Genau das hat das Lesen so spannend gemacht.

Natürlich gibt es Unterschiede – manche Storys sind runder, andere enden abrupt, bevor man richtig in ihnen angekommen ist. Und trotzdem: Das gehört irgendwie dazu. Es ist wie bei einem echten Adventskalender – nicht jedes Türchen ist ein Highlight, aber zusammen ergeben sie etwas Schönes, Stimmiges, das einen durch den Dezember trägt. (in meinem Fall Oktober und ja das geht auch hahah)

Under the Mistletoe von Ali Hazelwood, Tessa Bailey, Olivia Dade, Alexandria Bellefleur und Alexis Daria

Under the Mistletoe vereint fünf Winter-Novellen von Autorinnen, die alle wissen, wie man Herzen zum Schmelzen bringt – auf ganz unterschiedliche Weise. Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin in dieser winterlich-romantischen Stimmung, die nach Kerzenschein, Schneefall und second chances duftet.

Was ich besonders mochte: Jede Geschichte hat ihren ganz eigenen Ton. Mal humorvoll und frech, mal leise und gefühlvoll, mal so sinnlich, dass man kurz die Welt um sich vergisst. Diese Vielfalt hat für mich den größten Reiz ausgemacht – keine Novelle fühlt sich an wie die andere, und doch trägt jede diesen warmen, festlichen Zauber in sich, der typisch für diese Autorinnen ist.

Natürlich gibt es auch kleine Schwächen: Manche Geschichten rauschen zu schnell vorbei, bevor sie ihre ganze Tiefe entfalten können. Ich hätte mir an einigen Stellen gewünscht, dass die Figuren ein bisschen mehr Raum bekommen – dass ihre Emotionen länger nachhallen dürfen, statt im nächsten Kuss oder Dialog zu verblassen. Auch ein paar Wendungen waren vorhersehbar, was die Magie kurzzeitig etwas abgeschwächt hat.

Und trotzdem: Dieses Buch hat mich durchgehend lächeln lassen. Es hat etwas Tröstendes – so, als würde man sich an einem kalten Abend in eine warme Decke wickeln und einfach mal loslassen. Man weiß, dass es kein literarisches Schwergewicht ist, aber genau das ist der Punkt: Es soll wärmen, nicht überfordern.

Ember King – Marie Niehoff

Ich hatte Ember King lange auf meiner Leseliste – mit dieser Mischung aus Vorfreude und leiser Angst, dass es den Erwartungen vielleicht nicht gerecht wird. Und dann kam der Moment, in dem ich die ersten Seiten gelesen habe – und plötzlich war alles wieder da. Diese Energie. Diese Welt. Dieses Gefühl, dass man nicht einfach nur liest, sondern miterlebt.

Marie Niehoff hat ein Talent dafür, Atmosphäre nicht zu beschreiben, sondern spürbar zu machen. Ich habe beim Lesen die Hitze gefühlt, die Spannung in der Luft, das Prickeln zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Das Worldbuilding ist so bildhaft und greifbar, dass man fast vergisst, dass es „nur“ Fantasie ist.

Yessa und Cassim – zwei Charaktere, die mich gleichzeitig fasziniert und zerrissen haben. Ich liebe, dass sie unperfekt sind. Dass sie Fehler machen, sich verlieren, wieder aufstehen. Ihre Dynamik ist roh, intensiv und manchmal auch anstrengend – aber genau das macht sie echt. Ich habe sie nicht immer verstanden, aber ich habe mit ihnen gefühlt, und das ist mir beim Lesen wichtiger als makellose Figuren.

Die Handlung? Ein Wechsel aus Feuer und Stille. Es gibt Szenen, die mich richtig mitgerissen haben, bei denen ich kaum Luft bekam, weil alles so intensiv war. Und dann wieder Momente, in denen ich kurz dachte: Etwas weniger Drama hätte gereicht. Aber auch das gehört dazu – dieses Auf und Ab, das einem emotional alles abverlangt.

Was Ember King für mich besonders macht, ist das Herzblut, das zwischen den Zeilen pulsiert. Man merkt, wie viel Liebe, Wut und Leidenschaft in dieser Geschichte steckt. Es ist kein makelloser Abschluss, aber ein ehrlicher. Einer, der brennt, wehtut und trotzdem wärmt.

House of Rayne – Harley Laroux

House of Rayne von Harley Laroux ist kein gewöhnlicher Dark-Romance-Roman. Es ist ein Sog. Ein Rausch. Ein stilles Beben unter der Haut, das mit jeder Seite stärker wird.

Schon der Anfang zieht einen hinein wie Nebel, der sich um die Gedanken legt: Salem flieht vor der eigenen Vergangenheit, vor einem Herz, das zu viel gesehen hat, und sucht Zuflucht auf der abgelegenen Insel Blackridge. Doch dort, in der Abgeschiedenheit, erwartet sie kein Frieden – sondern Rayne. Eine Frau, die alles in ihr zum Leben erweckt, was sie längst vergraben glaubte.

Zwischen den beiden entspinnt sich eine Spannung, die fast körperlich spürbar ist – nicht laut oder kitschig, sondern langsam, gefährlich, elektrisierend. Laroux versteht es, Verlangen und Angst so kunstvoll miteinander zu verweben, dass man beim Lesen vergisst zu atmen. Jede Geste, jeder Blick zwischen Salem und Rayne ist aufgeladen, verboten, unheimlich echt.

Die Autorin erschafft ein Setting, das nicht nur Kulisse, sondern Gefühl ist: Das alte Haus, das Meer, der Wind, das unheilvolle Flüstern der Inselbewohner – alles wirkt lebendig. Fast hat man das Gefühl, selbst auf Blackridge gefangen zu sein, inmitten dieser düsteren Schönheit.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Tiefe hinter der Dunkelheit. House of Rayne ist mehr als nur Erotik oder Geheimnis – es ist ein Spiegel menschlicher Sehnsüchte und Ängste. Es geht um Kontrolle, um Hingabe, um das, was wir uns selbst nicht eingestehen wollen. Laroux schreibt mutig, kompromisslos, mit einer Sprache, die gleichzeitig verletzlich und messerscharf ist.

Ich habe dieses Buch verschlungen – nicht, weil es leicht war, sondern weil es mich nicht losgelassen hat. Es hat mich verstört, fasziniert, gefesselt. Manche Szenen waren schwer zu ertragen, aber genau darin lag ihre Wahrheit.

Broken Prince – Anya Omah

„Broken Prince“ ist der krönende Abschluss einer Dilogie, die mich von Anfang an gefesselt hat – intensiv, leidenschaftlich, manchmal zerrissen. Und genau das beschreibt auch mein Lesegefühl: zwischen Begeisterung, Nachdenklichkeit und ein paar Momenten des Stirnrunzelns.

Anya Omah hat eine Gabe, Emotionen so greifbar zu machen, dass man das Buch fast körperlich spürt. Ich war sofort wieder in Sofias und Maximilians Welt, in diesem Wirbel aus Schmerz, Anziehung und Geheimnissen. Der Einstieg ist packend, die Spannung spürbar – fast filmisch. Ich habe die Dynamik zwischen den beiden geliebt, das Hin und Her, dieses unausgesprochene Verlangen, das so viel mehr erzählt als Worte.

Und doch: Je weiter die Geschichte voranschritt, desto öfter geriet ich innerlich ins Stocken. Manche Entscheidungen der Figuren wirkten auf mich zu impulsiv, zu schnell, als hätte man Emotionen mit einem Schalter an- und ausgeschaltet. Gerade in Momenten, in denen ich Mitgefühl oder Trauer erwartet hätte, kam mir das Verhalten etwas zu körperbetont – und das hat mich aus der Tiefe der Geschichte kurz herausgerissen.

Auch die Auflösung rund um Sofias Freundin hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Sie war spannend erzählt, keine Frage, aber in ihrer Ausführung für mich schwer greifbar – fast schon zu weit entfernt von dem Realismus, den der Rest der Geschichte so schön gehalten hatte.

Trotzdem: Ich habe das Buch verschlungen. Ich habe gelitten, gelächelt, den Atem angehalten. Und genau das ist für mich das Zeichen einer guten Geschichte – auch wenn sie nicht perfekt ist. „Broken Prince“ hat mich bewegt, überrascht und manchmal auch irritiert, aber vor allem hat es etwas in mir ausgelöst.

A Throne of Ruin – K.F. Breene

K.F. Breene hat dieses gewisse Etwas in ihrem Schreibstil – eine Intensität, die einen sofort in den Bann zieht. A Throne of Ruin ist roh, sinnlich, bissig und düster – und genau darin liegt seine Stärke. Wo A Ruin of Roses noch die Grenzen abgetastet hat, sprengt Band zwei sie endgültig.

Ich war von Beginn an wieder vollkommen in dieser Welt gefangen. Die Dynamik zwischen Finley und Nyfain ist explosiv, voller Widersprüche und Emotionen, die mal brennen, mal beißen. Breene schafft es, dass man gleichzeitig die Augen verdreht und die Seiten schneller umblättert, weil man wissen muss, was als Nächstes passiert. Ich mochte, dass die Geschichte direkt an den ersten Band anschließt und die emotionalen Wunden nicht ewig ausgereizt werden. Nyfain wirkt hier komplexer, verletzlicher und doch gefährlicher – und genau das macht ihn so faszinierend.

Was mir besonders gefallen hat, war, dass man diesmal tiefer in das Königreich eintauchen konnte. Die Welt wirkte größer, düsterer, lebendiger. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, dass dieser Aspekt mehr Raum bekommt. Ich liebe erotische Szenen in Geschichten normalerweise sehr – vor allem, wenn sie mit so viel Intensität und Emotion geschrieben sind wie bei Breene –, aber hier hätte es für meinen Geschmack ein wenig weniger davon sein dürfen. Nicht, weil sie schlecht geschrieben waren, sondern weil sie der eigentlichen Handlung manchmal die Bühne streitig gemacht haben.

Trotzdem: Ich habe jede Seite genossen. Die Chemie zwischen den Figuren ist greifbar, der Humor sitzt, und die dunklen, teils ruppigen Momente passen perfekt zur Atmosphäre. Besonders gefallen hat mir, dass Breene Nyfain auch von seiner verletzlichen Seite zeigt – das macht ihn nicht schwächer, sondern menschlicher.

Fazit:

A Throne of Ruin ist ein wilder, düsterer Ritt voller Leidenschaft, Schmerz und Machtspielen. Ein Buch, das man nicht einfach liest, sondern erlebt – auch wenn man sich zwischendurch wünscht, die Handlung dürfte etwas freier atmen. Trotz kleiner Wiederholungen und der manchmal dominanten Erotik bleibt dieses Buch ein fesselndes, emotionales Fantasy-Erlebnis. Ich freue mich jetzt schon darauf, wohin Breene uns im nächsten Band führen wird.

Matched for Murder – Marina Maass

Ein Serienmörder-Thriller, in dem die Ermittlerin auf Dating-Apps nach der großen Liebe sucht? Klingt nach einer gewagten Mischung, oder? „Matched for Murder“ von Marina Maass ist genau das – und zwar ein überraschend süchtig machender, nervenzerfetzender Cocktail.

Was mich sofort gepackt hat, war dieser unglaublich flüssige, leichte Schreibstil. Maass jongliert mit den Perspektiven – die toughe, aber verletzliche Detective Everly Kingsley, ihr Partner Benji, ihre Dates und, ja, sogar der Täter kommt zu Wort – und schafft es, die Spannung konstant hochzuhalten. Jedes Kapitel ist ein kleiner Cliffhanger, der dich zwingt, das Buch nicht wegzulegen. Atemlos war gestern, das hier ist Matched for Murder-süchtig.

Die Verflechtung von Everlys beruflicher Jagd nach dem Tattoomörder und ihrem chaotischen Liebesleben ist der zentrale Reiz. Es ist beunruhigend, wie nah die Bedrohung an Everly heranrückt, gerade als sie endlich einen Lichtblick in ihrem Privatleben findet. Man sitzt beim Lesen da und denkt: Bitte, sag mir, dass ihr Date nicht der Killer ist!

Und genau hier liegt die Stärke, aber auch mein einziger kleiner Kritikpunkt. Die ständigen Wechsel der Points of View sind zwar ein genialer Schachzug, um die Spannung zu maximieren und Verwirrung zu stiften, aber ich muss gestehen: Manchmal war es mir fast zu viel des Guten. Ich musste mich ab und zu konzentrieren, um nicht den Überblick zu verlieren, wer jetzt gerade spricht, und mich wieder neu in die jeweilige Sichtweise hineinfinden. Das hat den Lesefluss an manchen Stellen kurz ausgebremst, obwohl die Autorin die Fäden letztendlich brillant zusammenhält.

Trotzdem: Wer auf einen psychologisch dichten Ritt steht, der klassische Krimiarbeit, persönliche Dramen und eine beunruhigende Nähe zwischen Jäger und Gejagtem vereint, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Lights Out – Navessa Allen

Ich schwöre, dieses Buch hat mich emotional komplett zerlegt und gleichzeitig zum Lachen gebracht, als wäre ich in einer völlig verrückten Achterbahn der Gefühle.

Navessa Allen hat hier etwas geschaffen, das einfach fühlt – düster, heiß, witzig, ein bisschen krank (auf die beste Art) und dabei so berührend, dass man gar nicht weiß, wohin mit all den Emotionen.

Josh?

Ich kann nicht mal richtig erklären, was dieser Mann mit mir gemacht hat.

Er ist süß, als hätte jemand einen Golden Retriever mit einem Cyber-Stalker gekreuzt – und das Ergebnis ist ein besitzergreifender, beschützender, leicht durchgeknallter Traum von einem Kerl.

Er hackt sich gefühlt in dein Herz und löscht gleich mal alle Sicherheitskopien.

Und wenn er Aly ansieht? Puh. Da brennen die Seiten.

Und Aly – oh Gott, Aly!

Ich liebe sie. Punkt.

Sie ist stark, sarkastisch, ein kleines Chaos auf zwei Beinen, aber mit so viel Herz, dass man sie einfach fühlen muss.

Sie lässt sich von niemandem unterkriegen, schon gar nicht von einem obsessiven Stalker mit Herz.

Ihre Sprüche, ihre Gedanken, ihre Dynamik mit Josh – das ist so elektrisierend, dass man fast vergisst zu atmen.

Ich hab laut gelacht weil es einfach so witzig war (mehrmals!), dann wieder Gänsehaut gehabt, geschmachtet und dann wollte ich die beiden einfach nur umarmen.

Diese Story ist wild, emotional, spicy und dabei so herrlich anders.

„Lights Out“ ist, als würde jemand dein Herz kurz ausstecken, neu verkabeln und mit Glitzer überziehen. Ich bin süchtig nach diesen Charakteren, nach dem Humor, nach der Leidenschaft, nach allem.

The Pain of my Past – Sally Dark

The Pain of My Past war kein normales Leseerlebnis. Es war rohes, dunkles, wunderschönes Chaos – und ich hab jede einzelne Seite davon geliebt.

Sally Dark hat hier ein Spin-off zur Dark-Wonderland-Reihe geschaffen, das mich völlig umgehauen hat. Und glaubt mir – wenn ihr dachtet, ihr kennt die Dunkelheit, dann hat Maddox euch noch nicht eines Besseren belehrt.

Maddox. Die Grinsekatze. Mein absoluter Liebling – für immer!!

Ja, er ist krank. Ja, er ist ein Psychopath. Und trotzdem liebe ich ihn über alles. Er ist wild, unberechenbar, kaputt … und genau das macht ihn so faszinierend. Niemand schreibt gebrochene Männer so intensiv wie Sally.

Savannah dagegen ist seine perfekte Gegenspielerin – verletzlich, aber stark, voller Widersprüche und Mut. Ich habe ihre Entwicklung so gefeiert, weil sie sich trotz allem nicht verliert. Ihre Geschichte mit Maddox ist keine einfache Liebe – sie ist gefährlich, zerstörerisch, aber auch so ehrlich, dass sie einen mitten ins Herz trifft.

Ich habe so viele Emotionen durchlebt – Schmerz, Wut, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung. Und genau das liebe ich an Sallys Büchern: Sie lässt dich fühlen, nicht nur lesen. Ihr Schreibstil zieht dich in die Dunkelheit, lässt dich dort atemlos zurück – und du willst trotzdem nicht raus.

Und als wäre das nicht schon genug, bekommen wir auch einen ersten Blick auf Maddox’ und Sav’s Tochter, die in Sallys neuer Reihe „Lost Bastards“ eine große Rolle spielen wird. Ich liebe, wie alles miteinander verwoben ist – wie dieses Buch der perfekte Übergang in etwas noch Größeres ist.

The Pain of My Past ist heftig. Es ist dunkel. Es ist krank.

Aber es ist auch wunderschön. Und genau das macht es zu einem absoluten Must-Read für jeden Dark-Romance-Fan.

Sally, danke, dass du uns Maddox geschenkt hast – mein absoluter Lieblings-Psychopath, jetzt und für immer. 

Alice Queen of the Dark – Sally Dark

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Alice – Queen of the Dark war nicht einfach ein Finale. Es war ein Sturm. Eine Explosion aus Emotionen, Schmerz, Stärke und purer Leidenschaft, die mich völlig überrollt hat.

Alice ist hier keine gebrochene Figur mehr – sie ist pure Macht. Sie ist klug, furchtlos, manchmal eiskalt, aber immer mit diesem Herz, das man einfach spürt. Ich hab sie so gefeiert! Ihre Entwicklung war für mich einer der stärksten Parts der ganzen Reihe. Sie ist die Königin, die sich nicht krönen lässt, sondern sich ihre Krone nimmt. 

Und dann Baxter. Und Keith. Mein Herz hat im Sekundentakt Achterbahn gefahren. Diese Spannung zwischen den dreien ist so intensiv, dass man sie fast körperlich spürt – roh, ehrlich, aufgeladen mit Emotionen, die einen einfach nicht

loslassen.

Sallys Schreibstil? Unschlagbar. Sie schreibt mit so viel Gefühl und Atmosphäre, dass man komplett in dieses düstere, gefahrliche Wonderland eintaucht – und gar nicht mehr raus will. Man spürt die Dunkelheit, man liebt sie, man fürchtet sie … und man will trotzdem mehr.

Der Abschluss war alles: episch, emotional und absolut perfekt. Ich hab geweint, geflucht, gelacht – und als das Buch vorbei war, saß ich einfach nur da und dachte: Wow. Das war es. (ich würde am liebsten wieder zurück und die Reihe immer und immer wieder lesen 😭)

Diese Reihe ist Dark Romance auf einem ganz neuen Level. Intensiv, tief, leidenschaftlich und absolut süchtig machend. Sally Dark hat mein Herz zerrissen und gleichzeitig wieder zusammengesetzt – und dafür gibt’s nicht nur fünf Sterne, sondern meine ganze Liebe.

Alice lost in the Dark – Sally Dark

Dieses Buch ist kein seichtes Dahingleiten – es ist ein Strudel aus Dunkelheit, Verlangen, Schmerz und Hoffnung. Alice ist keine perfekte Protagonistin, sondern roh, gebrochen und echt. Und genau das macht sie so greifbar. Ich habe jede ihrer Entscheidungen, jeden Rückfall, jeden Moment ihrer Stärke so intensiv gespürt, dass ich fast das Gefühl hatte, selbst neben ihr zu stehen.

Und dann Baxter. Mein Gott, Baxter. Dunkel, kontrolliert, gefährlich – aber unter dieser kalten Oberfläche brodelt so viel mehr. Die Spannung zwischen ihm, Alice und Keith ist einfach elektrisierend. (Keith ist noch immer mein Liebling, also er gehört mir!!!) Dieses ständige Spiel aus Nähe, Macht und Kontrollverlust ist so intensiv, dass man fast vergisst zu atmen. Sally versteht es einfach, diese ganz besondere Mischung aus Dunkelheit und Verlangen zu erschaffen, bei der man sich gleichzeitig verloren und lebendig fühlt.

Was ich an Sallys Schreibstil so liebe: Sie schreibt nicht einfach Geschichten – sie erschafft Welten, die man riechen, fühlen und schmecken kann. Das „Wonderland“ ist nicht nur ein Club, es ist ein Symbol für Versuchung, Macht und Verhängnis. Und ich war mittendrin.

Der Cliffhanger? Gemein. Unverschämt. Und absolut perfekt. Ich brauche Band 2. Sofort.

Sally Dark hat sich mit dieser Neuauflage selbst übertroffen. Alice Lost in the Dark ist düster, roh, sinnlich – und ein Buch, das dich nicht mehr loslässt, selbst wenn du es längst zugeklappt hast.

Und können wir mal bitte über diese wunderschönen neuen Cover reden??? Der Farbschnitt und alles??

The Fortress and the Figurine – Brandi Elise Szeker

Ich weiß gar nicht, wie ich Worte für dieses Buch finden soll – und das sagt schon alles. The Fortress and the Figurine hat mich nicht einfach nur gepackt, es hat mich verschlungen, auseinandergenommen und dann in den schönsten Scherben wieder zusammengesetzt.

Ich habe beim Lesen gelitten, gehofft, geflucht und irgendwann einfach nur still dagesessen, weil mein Herz nicht mehr wusste, ob es weinen oder lächeln soll. Brandi Elise Szeker schafft es, Emotionen so roh und ehrlich auf Papier zu bringen, dass man sie nicht nur liest – man fühlt sie. Jede Zeile brennt. Jede Szene atmet.

Ruth … was für eine Reise. Ich habe sie schon immer geliebt, aber hier? Hier habe ich sie verstanden. Ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit, ihr Mut, weiterzumachen, selbst wenn alles in ihr schreit, aufzugeben – das war pure Magie. Und Warrose? Mein Herz gehört ihm endgültig. Er ist nicht einfach ein Charakter, er ist ein Versprechen: dass Liebe selbst in der Dunkelheit bestehen kann.

Und dann Niles und Marilyn – leiser, aber so unfassbar tief. Ihre Geschichte hat mich auf eine andere Art berührt, ganz still, aber nachhaltig.

Das Ende kam, wie alle Dinge, die man nicht kommen sehen will – zu früh. Aber es war genau richtig. Ein Abschluss, der weh tut, aber Frieden hinterlässt.

Not Quite Dead Yet – Holly Jackson

Die Ausgangsidee von Not Quite Dead Yet ist einfach großartig: Jet hat nur noch sieben Tage zu leben und will in dieser Zeit ihren eigenen Mordfall aufklären. So viel Potenzial für Spannung, Nervenkitzel und emotionale Tiefe – und der Anfang liefert das auch. Die ersten Kapitel sind packend, man fiebert sofort mit und möchte Jet unbedingt auf ihrer Suche begleiten.

Doch je weiter man liest, desto klarer wird: Die Umsetzung hinkt hinterher. Der Mittelteil zieht sich zäh dahin, Szenen wiederholen sich oder wirken unnötig in die Länge gezogen. Statt permanentem Adrenalin gibt es Längen, die mich fast aus dem Lesefluss gerissen hätten. Jet selbst bleibt interessant, ihre bissige Art sorgt immer wieder für humorvolle Momente, aber ihre Entscheidungen wirken manchmal unlogisch oder zu dramatisiert – sie bleibt nie ganz greifbar.

Billy ist das Highlight der Geschichte. Seine ruhige, loyale Art steht im schönen Kontrast zu Jets Chaos. Ihre Dynamik funktioniert gut, aber leider rettet sie das Buch nicht komplett.

Das Finale ist emotional, keine Frage, und hat mich kurz berührt. Aber die Wendungen wirken gehetzt, als wollte das Buch unbedingt zum Ende kommen, ohne dass alles wirklich rund wird. Die Idee ist clever – aber das Potenzial wird nicht ganz ausgeschöpft.

Fazit:
Not Quite Dead Yet hat einen spannenden Ansatz und vereint Sarkasmus, Tod und Mystery auf interessante Weise. Leider wird daraus kein durchgehend fesselnder Thriller.

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