Love me in Autumn – Laurie Gilmore

Zurück in Dream Harbor – dieser kleine Ort, der sich anfühlt wie eine Tasse heiße Schokolade an einem verregneten Sonntag. Nach Meet Me in Autumn wollte ich unbedingt wieder dorthin zurückkehren, zu all den vertrauten Gesichtern, dem leichten Humor und diesem charmanten Kleinstadtgefühl. Und ja, Laurie Gilmore hat es wieder geschafft, mich mit ihrem Wohlfühlstil einzulullen – aber diesmal blieb der Funke ein bisschen kleiner als gehofft.

Die Idee, dass Hazel in einem alten Buch eine geheime Nachricht findet und sich gemeinsam mit Fischer Noah auf Spurensuche begibt, hat mich sofort gepackt. Bücher, Geheimnisse, ein Hauch Abenteuer – das klang nach genau meinem Ding! Und der Anfang hat mich auch wirklich begeistert: cozy Setting, süße Dialoge, und diese unterschwellige Chemie zwischen Hazel und Noah. Aber dann… hat sich die Geschichte ein wenig verloren.

Hazel mochte ich schon aus dem ersten Band – ihre Liebe zu Büchern, ihre ruhige Art, ihr Herz am richtigen Fleck. Hier wirkt sie allerdings oft, als würde sie auf der Stelle treten. Ich hätte mir mehr Entwicklung, mehr Mut von ihr gewünscht. Und Noah? Sympathisch, charmant, klar – aber von dem angekündigten „Draufgänger“ war nicht viel zu sehen. Stattdessen viel Emotionalität, viel Verletzlichkeit – schön, aber ein bisschen zu brav für meinen Geschmack.

Was mich am meisten irritiert hat, war tatsächlich das fehlende Herbstgefühl. Mit dem Titel Love Me in Autumn und diesem cozy Cover hatte ich Kürbisfelder, fallende Blätter und Pumpkin Spice im Kopf – stattdessen bekam ich… Spätsommer. Warm, nett, aber kein Herbst.

Trotzdem: Der Schreibstil ist wieder wunderbar leicht, charmant und flüssig. Laurie Gilmore hat dieses Gespür für kleine Momente – Blicke, Gespräche, Stille. Es ist kein Buch, das man analysieren muss, sondern eines, das man einfach liest, wenn man kurz den Kopf ausschalten will.

Fazit:
Love Me in Autumn ist eine süße, humorvolle Lovestory mit Herz, aber weniger Biss. Wer Cozy Romance liebt und Dream Harbor einfach nicht loslassen kann, wird sich trotzdem wohlfühlen. Ich habe es gern gelesen – nur leider ohne das knisternde Herbstgefühl, das ich mir so sehr erhofft hatte.

Bitten – Jordan Stephanie Gray

Jordan Stephanie Gray hat etwas geschafft, das vielen Fantasyautorinnen nicht gelingt: Sie schreibt eine Werwolfgeschichte, die nicht klingt wie all die anderen.

Schon der Prolog hat mich kalt erwischt – düster, intensiv und so atmosphärisch, dass man fast das Heulen in der Ferne hört. Das Worldbuilding? Wow. Zwischen Akademieflair, uralten Gesetzen und geheimnisvollen Gaben entfaltet sich eine Welt, die gefährlich und verführerisch zugleich ist. Ich liebe, wie die Autorin mythologische Elemente mit modernen Emotionen verwebt. Nichts wirkt aufgesetzt, alles atmet Magie.

Und doch ist „Bitten“ nicht nur Fantasy. Es ist auch eine Geschichte über Verlust, Identität und das Gefühl, plötzlich jemand zu sein, den man selbst kaum erkennt. Vanessa Hart – unsere Protagonistin – steht genau dazwischen. Ich hatte Momente, in denen ich sie am liebsten geschüttelt hätte (Mädchen, bitte atme einmal durch!). Und dann wieder Szenen, in denen ich sie nur festhalten wollte, weil alles, was sie fühlt, so greifbar, so echt ist. Sie ist widersprüchlich – und genau das macht sie menschlich.

Sinclair… ach, Sin. Charmant, verführerisch, gefährlich. Und manchmal zu perfekt. Ich hätte mir gewünscht, noch mehr hinter seine Maske blicken zu dürfen – nicht nur den glänzenden Prinzen, sondern den Mann dahinter. Calix dagegen hat mich überrascht – still, aber mit Tiefe, wie ein Schatten, der mehr weiß, als er zeigt. Ich hoffe, wir sehen in den Folgebänden mehr von ihm (und bitte, bitte: mehr Reibung zwischen diesen dreien – das Potenzial ist riesig!).

Was „Bitten“ für mich so besonders macht, ist der Ton. Jordan Stephanie Gray schreibt weder prätentiös noch trivial – sondern mit diesem magischen Rhythmus, der einen mitzieht, ohne dass man es merkt. Es gibt Sätze, die einfach schön sind, ohne sich anzubiedern. Szenen, die knistern. Und Momente, die weh tun.

Kritisch? Ja – ein paar Szenen wirken etwas zu hastig erzählt, vor allem emotionale Wendungen, die mehr Raum verdient hätten. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn ehrlich: Wenn man nach dem letzten Kapitel da sitzt und denkt „Wann kommt Band zwei?“, dann hat ein Buch etwas richtig gemacht.

Fazit:

„Bitten“ ist wild, sinnlich und atmosphärisch – eine Romantasy, die das Herz schneller schlagen lässt, ohne in Kitsch zu versinken. Jordan Stephanie Gray hat hier eine Welt geschaffen, die süchtig macht. Und auch wenn nicht alles perfekt ist – ich will zurück. Sofort.

Dunkle Sühne – Karin Slaughter

North Falls – dieser Ort fühlt sich an, als würde er etwas verbergen. Schon auf den ersten Seiten liegt eine unheimliche Stille in der Luft, die einen sofort neugierig macht. Karin Slaughter versteht es wie kaum jemand, Kleinstadtidylle in einen Albtraum zu verwandeln – und das gelingt ihr auch hier.

Das Thema, das sie in Dunkle Sühne aufgreift, ist schwer und gesellschaftlich hoch brisant: sexualisierte Gewalt an Kindern. Slaughter behandelt das mit Ernst und spürbarem Respekt – kein sensationsheischendes Spektakel, sondern ein Versuch, in die psychologischen Risse dieser Welt zu blicken. Das hat mich beeindruckt.

Was mir allerdings gefehlt hat, ist das typische „Slaughter-Tempo“. Die Story zieht sich an manchen Stellen wie ein Nebel über den See – man sieht das Ziel, aber kommt kaum voran. Gerade die Ermittlungen von Deputy Emmy Clifton verlieren sich oft in Details, die Spannung verpufft, bevor sie richtig zündet. Dabei könnte dieser Fall so viel emotionalen Sog entwickeln – immerhin geht es um das Verschwinden der Tochter von Emmys bester Freundin.

Emmy selbst hat Potenzial: Sie ist keine glatte Heldin, sondern jemand, der kämpft, zweifelt, Fehler macht. Genau das mag ich. Aber sie bleibt merkwürdig unnahbar, als würde man sie durch eine Glasscheibe beobachten. Auch die Nebenfiguren sind eher Schatten als Menschen – sie sind da, aber nicht wirklich greifbar.

Und trotzdem: Es gibt Momente, die unter die Haut gehen. Szenen, in denen Slaughter zeigt, was sie kann – wenn sie schweigen lässt, statt zu beschreiben. Dann entsteht diese leise, bohrende Beklemmung, die man von ihr kennt. Ich wünschte, es gäbe mehr davon.

Fazit:
Dunkle Sühne ist kein schlechter Thriller – nur ein unausgewogener. Stark im Thema, schwächer im Erzählen. Ein Buch, das berührt, aber selten fesselt. Ich bleibe dran, denn in Emmy steckt mehr, als dieses Buch zeigt. Vielleicht entfaltet sie ihr volles Potenzial erst im nächsten Teil.

A Long Time Coming – Meghan Quinn

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – A Long Time Coming hat mich einfach komplett erwischt. Ich hab gelacht, geschmunzelt, mir die Hand aufs Herz gedrückt und am Ende mit einem dicken Grinsen und ein paar Tränchen das Hörbuch beendet. Es war einfach… wunderschön.

Meghan Quinn hat dieses unglaubliche Talent, Geschichten zu schreiben, die sich anfühlen wie nach Hause kommen. Warm, chaotisch, echt – und gleichzeitig so emotional, dass man ständig zwischen Lachen und Seufzen pendelt. Ich hatte schon nach den ersten Minuten wieder dieses typische „Cane-Brothers-Gefühl“ – charmant, witzig, sexy, aber auch mit ganz viel Tiefgang.

Breaker und Lia … meine Güte. Ich liebe die beiden. Diese Friends-to-Lovers-Geschichte war so natürlich, so ehrlich, dass ich mich ständig dabei ertappt habe, wie ich mitgefiebert habe, obwohl ich genau wusste, worauf es hinausläuft. Breaker ist so ein herzensguter Charakter – witzig, loyal, ein bisschen zu zurückhaltend, wenn’s um die eigenen Gefühle geht. Und Lia? So sympathisch, so greifbar. Ihre Unsicherheit, ihr Mut, dieser Moment, als sie endlich für sich selbst entscheidet – das hat mich richtig berührt.

Was Meghan Quinn hier perfekt macht, ist Chemie. Nicht diese übertriebene Insta-Love, sondern echte, gewachsene Nähe. Zwischen Breaker und Lia knistert’s auf die zärtlichste, aber gleichzeitig elektrisierendste Art. Diese kleinen Gesten, Blicke, Witze, all das, was sich über Jahre aufgebaut hat – ich hab jedes Detail geliebt.

Der Humor war on point, die Dialoge so lebendig, dass ich das Gefühl hatte, die beiden direkt neben mir zu haben. Und die Sprecher (ich hab’s auch gehört!) – einfach perfekt. Sie haben jeder Szene Seele gegeben.

Fazit:

A Long Time Coming war für mich der perfekte Abschluss dieser Reihe – charmant, humorvoll, emotional und voller Liebe für Details. Ein Buch, das dich zum Lächeln bringt, wenn du es am meisten brauchst.

Ich lege es wirklich jedem ans Herz, der Freundschaft, Slow-Burn-Romance und authentische Gefühle liebt.

Und jetzt entschuldigt mich – ich muss erstmal meine Cane-Brothers-Leere verarbeiten. 😭

Chicago Ruthless: Sinful – Sadie Kincaid

Sadie Kincaid hat eine Art zu schreiben, die sich anfühlt, als würde man einen Film sehen – dunkel getönt, intensiv, unbarmherzig und gleichzeitig so emotional aufgeladen, dass man kaum atmen kann. Ihr Schreibstil ist flüssig, sinnlich, aber auch messerscharf – perfekt für dieses Mafia-Setting, das zwischen roher Gewalt und zarter Verletzlichkeit pendelt.

Katerina war für mich keine einfache Figur, aber gerade das hat sie so real gemacht. Sie ist gebrochen, aber nicht zerstört – still stark, auch wenn sie es selbst oft nicht glaubt. Ihr Schmerz sitzt tief, und ich hätte mir an manchen Stellen gewünscht, dass ihre Traumata noch etwas mehr Raum bekommen hätten. Trotzdem mochte ich, wie Sadie es geschafft hat, Kats Überlebenswille spürbar zu machen – ohne sie in eine reine Opferrolle zu drängen.

Und dann Dante.
Dieser Mann ist … gefährlich. Und doch hat er diese Momente, in denen seine Härte bröckelt, und man zwischen den Zeilen spürt, dass da mehr ist – dass er nicht nur die Rolle des unnahbaren Mafia-Bosses spielt. Diese Dynamik zwischen ihnen – aus Angst, Verlangen und dieser ungesunden, aber faszinierenden Abhängigkeit – war elektrisierend. Man weiß, man sollte es moralisch verurteilen, aber man kann einfach nicht aufhören zu lesen.

Was mir besonders gefallen hat, war die Intensität. Jede Szene trägt Gewicht. Jede Berührung, jedes Wort, jeder Blick hat Bedeutung. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest – es nimmt dich ein.
Was mir gefehlt hat? Etwas mehr Tiefe in den emotionalen Konsequenzen. Manche Entwicklungen gingen mir fast zu schnell, gerade im Hinblick auf Kats Trauma. Da hätte ich mir ein wenig mehr Zeit und Schmerz gewünscht.

Fazit:
Ein intensiver, gefährlicher Tanz zwischen Schmerz und Verlangen, Vertrauen und Verrat.
Nicht perfekt, aber genau das macht es so echt.
Wenn ihr Dark Romance liebt, die euch moralisch herausfordert, emotional fordert und trotzdem mitten ins Herz trifft – dann lasst euch von Dante und Katerina in die Schatten Chicagos entführen.

Hamptons Prestige – Maeen Vivien Haase

Ich hatte ehrlich hohe Erwartungen an Hamptons Prestige – und obwohl ich Love Triangles nicht so gerne habe (ich meine: wer entscheidet sich schon gern?), war ich hier einfach… gefangen. Zwischen Luxus, Intrigen, Sommergeflüster und prickelnder Spannung.

Maren Vivien Haase schafft es, diese Hamptons-Vibes so lebendig einzufangen, dass man fast den Salzgeruch in der Luft riecht und das Rascheln teurer Designerkleider hört. Es ist eine Welt voller Schein und Spiel, in der jeder etwas verbirgt – und genau das macht sie so süchtig machend.

June war für mich eine dieser Figuren, die man gleichzeitig schütteln und umarmen möchte. Sie ist neugierig, witzig, charmant, verrletzlich und greifbar. Ich habe sie verstanden – auch, wenn ich sie nicht immer verstanden habe (ja, das ergibt Sinn, wenn man das Buch gelesen hat).

Cameron und Weston? Beide auf ihre Art faszinierend, beide mit diesem gewissen Etwas, das man nicht ganz fassen kann. Cameron ist das warme, sichere Feuer – Weston das lodernde Chaos, das man meiden sollte, aber nicht kann. Und June steht dazwischen – mitten in diesem bittersüßen Dilemma, das einen als Leser mitreißt, weil man selbst dauernd hin- und hergerissen ist.

Was ich besonders mochte: Es ist nicht einfach eine kitschige Sommerromanze. Hinter all dem Glitzer steckt mehr – subtile Kritik, Emotionen, kleine Risse in der perfekten Fassade. Ich hätte mir an manchen Stellen aber mehr Tiefe gewünscht – mehr über die Charaktere selbst, nicht nur ihre Anziehung. Ich wollte wissen, wer sie wirklich sind, nicht nur, wen sie begehren.

Trotzdem: dieser Mix aus Sommer, Spannung, Drama und Emotionen funktioniert. Das Ende hat mich mit offenem Mund dastehen lassen. Es war fies. Aber auf die beste Art fies.

Mein Fazit:

Hamptons Prestige ist wie ein luxuriöser Sommercocktail – glitzernd, bittersüß und gefährlich verführerisch. Ich habe jede Seite verschlungen, auch wenn ich zwischendurch an den Figuren verzweifelt bin. Ein Auftakt, der süchtig macht, Fragen hinterlässt und mich dringend weiterlesen lässt.

Das Kalendermädchen- Sebastian Fitzek

Es gibt Bücher, bei denen man nach den ersten Seiten weiß: Das wird kein entspanntes Lesen auf der Couch – das wird eine emotionale Achterbahnfahrt. Und genau das ist Das Kalendermädchen.

Der Prolog? Pure Gänsehaut. Fitzek schmeißt einen ohne Vorwarnung mitten in eine Situation, die so grausam wie faszinierend ist – und ab da gibt’s kein Zurück mehr. Man liest, man zweifelt, man will verstehen. Und gleichzeitig denkt man sich: Was, wenn das wirklich passieren könnte?

Olivia Rauch ist keine typische Fitzek-Protagonistin. Sie ist verletzlich, getrieben, verzweifelt – aber gerade das macht sie so greifbar. Ihre Suche nach den Wurzeln ihrer Adoptivtochter Alma ist nicht nur ein Wettlauf gegen die Zeit, sondern auch eine moralische Grenzerfahrung. Und als sie von der Legende des Kalendermädchens hört, kippt das Ganze von „emotional“ in „unheimlich faszinierend und verstörend“.

Der Mix aus Mystery, Thriller und dieser fast schon märchenhaft-düsteren Atmosphäre funktioniert hier unfassbar gut. Ich hab zwischendurch wirklich vergessen zu atmen – Fitzek spielt wieder meisterhaft mit den Ängsten, die tief im Alltag lauern. Gleichzeitig hat das Buch eine zweite, ganz leise Ebene, die weh tut: Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Geschichte in der Geschichte. Diese verschachtelte Erzählweise, dieses Spiel mit Realität und Legende – das ist so clever gemacht, dass ich mehrfach zurückblättern musste, nur um sicherzugehen, dass ich nichts übersehen habe.

Aber (und das ist der Grund für 4 statt 5 Sterne): Gegen Ende wird es etwas too much. Es überschlagen sich die Wendungen, die Enthüllungen fliegen einem nur so um die Ohren, und man verliert kurz den Halt, den man sich mühsam aufgebaut hat. Ich liebe Twists – aber hier hätte ich mir manchmal gewünscht, Fitzek würde eine seiner genialen Ideen einfach mal stehen lassen, statt direkt die nächste Explosion zu zünden.

Trotzdem: Das Kalendermädchen bleibt hängen. Es macht wütend, traurig, fassungslos – und genau deshalb konnte ich es nicht aus der Hand legen. Fitzek zeigt hier eine neue, fast poetische Seite von sich, ohne seine dunkle Signatur zu verlieren.

Fazit:

Ein düsterer, intensiver und zugleich emotionaler Fitzek, der unter die Haut geht. Kein klassischer Thriller – eher ein psychologisches Labyrinth, aus dem man erst herausfindet, wenn man die letzte Seite gelesen hat.

Ich hatte Herzklopfen, Gänsehaut und einen Knoten im Bauch – und ja, vielleicht war das genau so gewollt.

Magnolia Parks Jessa Hastings

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – bei Magnolia Parks fühlt man sich, als würde man in ein perfekt gestyltes, funkelndes Chaos eintauchen und nicht mehr herausfinden. Es ist schön, es ist hässlich, es ist zerstörerisch – und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen.

Magnolia und BJ sind das Paradebeispiel einer toxischen Beziehung. Sie wissen, dass sie sich nicht guttun, aber sie wissen auch, dass niemand sonst sie so versteht. Und genau da liegt die Faszination: Man beobachtet zwei Menschen, die sich gleichzeitig lieben und ruinieren – und man will einfach nur verstehen, warum man so mitfiebert, obwohl man ständig denkt: „Bitte, tut euch das nicht mehr an.“

Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, aber nicht das. Ich dachte, ich bekomme Drama, Glitzer und ein bisschen Gossip-Girl-Vibe. Stattdessen bekam ich emotionales Chaos, schmerzhafte Ehrlichkeit und eine Protagonistin, die sich hinter Luxusmarken versteckt, während ihr Herz in Scherben liegt. Und BJ… ach BJ. Er ist das wandelnde Paradoxon zwischen Schmerz, Selbsthass und dieser einen Berührung, die alles wieder zum Brennen bringt.

Jessa Hastings schreibt so, dass man sich fühlt, als würde man bei jeder Seite tiefer in ein Tagebuch blicken, das man eigentlich nicht lesen sollte. Der Schreibstil ist roh, poetisch, manchmal fast zu schön für das, was erzählt wird. Es fühlt sich an, als wäre das ganze Buch ein Luftholen zwischen zwei emotionalen Zusammenbrüchen – auf die bestmögliche Art.

Aber – und deshalb keine fünf Sterne – manchmal verliert sich die Geschichte ein bisschen in ihrem eigenen Stil. Es gibt Längen, Wiederholungen und Momente, in denen ich dachte: Jetzt sag es doch einfach, Magnolia. Dieses Hin und Her, dieses ewige Nicht-Loslassen-Können – es frustriert, und das soll es wahrscheinlich auch. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Handlung und weniger Herzstillstand gewünscht.

Und trotzdem: Ich bin süchtig. Ich will wissen, wie es weitergeht, will verstehen, wie viel Schmerz zwei Menschen ertragen können, bevor sie wirklich loslassen (oder endlich füreinander kämpfen). Dieses Buch ist kein Wohlfühlroman – es ist ein emotionaler Schleudergang in Designer-Outfits.

Fazit:

Magnolia Parks ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist eins, das man fühlt, hasst, liebt, anschreit und trotzdem nicht aus der Hand legt. Es ist wunderschön, hässlich, kaputt – und genau das macht es so verdammt besonders. 

Cross my Heart – Roxy Sloane

Ich bin noch immer nicht ganz über dieses Buch hinweg. Cross My Heart war wie ein Strudel aus Leidenschaft, Geheimnissen und diesem gewissen Schmerz, der sich langsam in dein Herz schleicht, bis du plötzlich völlig drinsteckst.

Roxy Sloane hat diese ganz eigene Art, Spannung und Sinnlichkeit miteinander zu verweben – so, dass du gar nicht merkst, wie süchtig du wirst.

Tessa war für mich sofort greifbar. Ihre Verzweiflung, ihre Wut, ihre Entschlossenheit, der Wahrheit über den Tod ihrer Schwester näherzukommen – all das hat sie so real gemacht. Ich mochte, dass sie nicht aufgibt, auch wenn sie in einer Welt voller Geheimnisse und Machtspiele gegen Wände läuft. Sie ist verletzlich, aber nie schwach.

Und dann Saint.

Anthony St. Clair – charmant, klug, provokant, verboten. Ich schwöre, dieser Mann hat eine Präsenz, die man beim Lesen fast körperlich spürt. Er redet nicht einfach – er verführt mit Worten. Und ja, manchmal wollte ich ihn schütteln, weil er mich in den Wahnsinn getrieben hat. Aber genau das war das Faszinierende: Man weiß nie, ob man ihm vertrauen kann, und trotzdem will man es so sehr.

Die Dynamik zwischen Tessa und Saint ist elektrisierend.

Nicht diese aufgesetzte, künstliche Chemie, sondern etwas Dunkles, Echtes, das langsam knistert, bis es brennt. Jede Begegnung der beiden war ein kleiner Sturm – unausgesprochen, gefährlich und gleichzeitig so voller Sehnsucht, dass ich die Seiten förmlich verschlungen habe.

Was ich geliebt habe: das Oxford-Setting. Diese Mischung aus alten Mauern, elitären Geheimnissen und der bittersüßen Versuchung, die in der Luft liegt – ich war sofort drin. Man riecht förmlich die Bücher, den Regen, den Whiskey. Und ja, es ist genau dieses „Dark Academia with a sinful twist“, das süchtig macht.

Aber (und hier kommt mein kleiner Kritikpunkt):

Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Story kurz zu sehr auf das Drama setzt, statt die Spannung um Tessas Schwester noch tiefer auszubauen. Ich wollte manchmal mehr Antworten und weniger Ablenkung. Trotzdem – das, was da an Emotionen transportiert wird, hat mich mehr als einmal getroffen.

Und das Ende? Uff. Ich hab’s kommen sehen – und war trotzdem nicht bereit.

Ich brauche den nächsten Band. Jetzt. Sofort.

Fazit:

Cross My Heart ist düster, sinnlich und voller Geheimnisse. Eine Geschichte über Vertrauen, Schuld, Begierde – und den Mut, trotz allem weiterzugehen.

Roxy hat mich nicht einfach nur unterhalten, sie hat mich verführt – und ich weiß, dass ich in Oxford noch lange nicht fertig bin.

Kill me Slowly – Lea R. Eden

Ich wusste schon nach den ersten Seiten: Das wird kein leichtes Buch. Kill me slowly ist intensiv – auf die leise, zerstörerische Art, die dich Seite für Seite tiefer hineinzieht, bis du gar nicht mehr merkst, wie sehr du mittendrin bist. Lea R. Eden schreibt keine typischen Dark-Romance-Geschichten. Sie schreibt Emotionen, Narben, Heilung – verpackt in Dunkelheit, Schmerz und Liebe, die manchmal wehtut, aber immer ehrlich bleibt.

Grace und Kenji sind zwei Menschen, die sich eigentlich nie hätten begegnen dürfen – und genau das macht ihre Geschichte so spannend. Sie tragen beide Narben, sichtbare und unsichtbare. Er – kontrolliert, gefährlich, voller Geheimnisse. Sie – verletzlich, aber stärker, als sie selbst glaubt. Zwischen ihnen knistert es nicht nur, es brennt – aber nicht auf die oberflächliche Art, sondern tief, roh und emotional. Ich habe jeden Schlagabtausch, jedes kleine Aufeinandertreffen verschlungen, weil man spürt, dass hier zwei Welten kollidieren und sich trotzdem perfekt ergänzen.

Was ich an Lea so sehr liebe, ist, dass sie Grenzen respektiert, auch in einem Genre, das oft darüber hinweggeht. Consent, Vertrauen, langsame Annäherung – all das bekommt hier den Raum, den es verdient. Trotzdem ist da dieses konstante Ziehen im Bauch, diese Spannung, die dich nachts noch wachhält, weil du „nur noch ein Kapitel“ lesen willst.

Der Schreibstil ist gewohnt stark – intensiv, klar, manchmal poetisch, aber nie übertrieben. Lea hat dieses Talent, Emotionen mit wenigen Worten greifbar zu machen. Ich war oft komplett drin in der Szene, hab mitgefiebert, mitgelitten, und manchmal auch einfach kurz durchatmen müssen.

Was mich am meisten berührt hat, war die Art, wie sie die Vergangenheit der beiden aufrollt. Nichts wirkt plump oder erzwungen – alles ergibt mit der Zeit Sinn. Einzig im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich manche Szenen etwas wiederholen, wodurch das Tempo kurz abflacht. Aber sobald das letzte Drittel beginnt, zieht die Geschichte nochmal richtig an – und das Ende? Emotional, rund und genau so, wie es dieser Reihe gerecht wird.

Fazit:

Kill me slowly ist kein Buch, das man einfach liest – man fühlt es. Es ist düster, emotional und zart zugleich. Lea R. Eden schafft es, Schmerz und Hoffnung so miteinander zu verweben, dass man am Ende das Gefühl hat, etwas Echtes erlebt zu haben.

Ein großartiger Abschluss der Last Respect-Reihe, der mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt.

Leave me Behind – K. M. Moronova

Leave Me Behind hat mich von der allerersten Seite weggerissen. Kein sanftes Herantasten, kein langsames Eintauchen – sofort Adrenalin, sofort Herzklopfen, sofort Gänsehaut. Schon beim ersten Kapitel spürte ich: Hier passiert alles – und zwar gnadenlos.

Nell ist eine absolute Kriegerin: stark, tödlich, diszipliniert – und doch verletzlich auf eine Art, die dich nicht loslässt. Bradshaw ist das perfekte Gegenteil: kalt, brutal, kontrolliert – und trotzdem unberechenbar, wenn es um Nell geht. Die Spannung zwischen ihnen ist unerträglich, explosiv, elektrisierend. Hass, Verlangen, Nähe, Wut – eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Story selbst ist ein Schlag nach dem anderen. Trauma, Verlust, Gewalt, Schmerz – alles knallt so real, dass man die Luft anhält, während man liest. Keine Sekunde Langeweile, kein Durchatmen – man lebt mit, man leidet, man fiebert. Jede Szene hat Gewicht, jede Wendung trifft wie ein Schlag ins Herz.

Und genau diese Dynamik macht das Buch so süchtig: Man weiß nie, was als Nächstes passiert, man kann nicht wegschauen, man kann nicht loslassen. Ich habe gelacht, gezittert, geweint – und gleichzeitig jede Seite verschlungen.

Leave Me Behind ist keine normale Dark Romance. Es ist ein wilder Ritt durch Abgründe, Sehnsucht und zerstörerische Leidenschaft. Ich brauche unbedingt Band 2!

Our darkest lies – Sara Rivers

Ich sag’s euch gleich: Ich. Bin. Fertig. Dieses Buch hat mich komplett zerstört – und gleichzeitig süchtig gemacht.
Ich wusste, dass Sara Rivers gut ist, aber Our Darkest Lies ist einfach auf einem anderen Level. Düster, emotional, roh – und dabei so fesselnd, dass man alles um sich herum vergisst.

Schon das Cover hat mich magisch angezogen – diese dunkle, geheimnisvolle Atmosphäre, und dann der Klappentext … ich wusste, das wird intensiv. Aber ich war nicht vorbereitet auf das, was kam.

Cheryl ist einfach WOW – stark, unabhängig, clever und trotzdem verletzlich. Eine Frau, die weiß, wie man überlebt, aber dabei ihr Herz nicht verliert. Ich liebe, wie Sara sie gezeichnet hat – keine glatte Heldin, sondern eine, die kämpft, fällt, blutet und trotzdem aufsteht. So echt, so greifbar, so verdammt gut.

Und dann… Kyrill und Colson. Ich schwöre, ich habe selten zwei männliche Charaktere gelesen, die mich so sehr fertiggemacht haben. Beide auf ihre Art gefährlich, beide absolut faszinierend. Zwischen ihnen und Cheryl knistert es so heftig, dass man beim Lesen fast vergisst zu atmen. Diese Spannung, diese unausgesprochenen Gefühle – das war nicht einfach „Dark Romance“. Das war Emotion, Schmerz und Begehren pur.

Sara schafft es, diese düstere Welt aus Macht, Gewalt und Geheimnissen mit so viel Gefühl zu füllen, dass man völlig gefangen ist. Sie schreibt Szenen, die einem unter die Haut gehen, Dialoge, die brennen, und Momente, die man nie wieder vergisst.

Und dann dieses Ende. Ich war einfach nur sprachlos. Herzrasen, Schock, Gänsehaut – alles gleichzeitig. Ich habe das Buch zugeklappt und nur gedacht: Nein. So könnt ihr mich nicht zurücklassen!

Fazit:
Our Darkest Lies ist dunkel, gefährlich, sinnlich – und einfach perfekt geschrieben. Es ist nicht nur eine Geschichte über Lust und Schmerz, sondern über Stärke, Vertrauen und das, was bleibt, wenn alles zusammenbricht.
Ich bin offiziell besessen. Sara Rivers hat mich in ihre düstere Welt gezogen – und ich will ehrlich gesagt gar nicht raus.

Loverboy – Antonia Wesseling

Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll – mit der Wut, der Beklemmung oder der Faszination, die dieses Buch in mir ausgelöst hat. Loverboy hat mich gepackt, verschluckt und manchmal regelrecht durchgeschüttelt. Antonia Wesseling schreibt so eindringlich, dass ich beim Lesen mehr als einmal vergessen habe zu atmen.

Die Geschichte um Lola, Vivian und den charismatisch-gefährlichen Pascal beginnt fast unscheinbar – ein Clubabend in Berlin, eine Begegnung, ein verliebtes Lächeln. Und dann kippt alles. Kapitel für Kapitel zieht sich ein Netz aus Manipulation, Angst und Freundschaft um die Figuren – und um mich als Leserin gleich mit.

Ich fand es großartig, wie viel Spannung durch das „Nichtwissen“ entsteht. Dass wir die Beziehung zwischen Vivian und Pascal nur aus zweiter Hand erleben, hat mich anfangs irritiert – später aber genau das ausgemacht, was das Buch so intensiv macht. Man ist ständig hin- und hergerissen zwischen Verständnis und Fassungslosigkeit.

Lola und Elias sind zwei Charaktere, die ich nicht immer mochte, aber dafür umso echter fand. Ihre Entwicklung – vom gegenseitigen Misstrauen bis zu dieser vorsichtigen, zarten Nähe – hat mich oft mehr berührt als die Thriller-Elemente selbst.

Was mir nicht ganz rund erschien, war das Ende. Es hat mich nachdenklich zurückgelassen – nicht, weil es schlecht war, sondern weil es sich ein bisschen zu schnell und vielleicht zu „sauber“ anfühlte nach all dem Chaos davor. Trotzdem: Die letzten Seiten haben in mir etwas aufgewühlt, das noch lange nachhallt.

Loverboy ist kein Wohlfühlroman, sondern ein emotionaler Strudel, der aufrüttelt, wütend macht und gleichzeitig hofft, dass man nie in eine solche Geschichte hineingerät. Antonia Wesseling hat ein Thema angefasst, das weh tut – und genau das macht dieses Buch so stark.

Ein Buch, das man nicht einfach zuschlägt, sondern nachwirken lässt.

Und obwohl ich keine fünf Sterne vergebe, ist das hier eine klare Empfehlung.

Carnal Urges – J. T. Geissinger

Ich dachte nach „Ruthless Creatures“, dass mich nichts mehr überraschen könnte. Aber Carnal Urges? Dieses Buch hat mich einfach überrollt.

Sloane … oh mein Gott, Sloane! Schon im ersten Band habe ich ihre freche Art gefeiert, aber hier stiehlt sie komplett die Show. Schlagfertig, respektlos auf die beste Art und so charmant, dass man sie einfach lieben muss. Sie ist nicht das typische Opfer, das sich ihrem Schicksal ergibt – sie ist ein Wirbelsturm, der Declan Costa, DEM Anführer der irischen Mafia, die Stirn bietet. Und zwar mit so viel Humor, dass ich teilweise Tränen gelacht habe.

Und Declan … was soll ich sagen? Kalt, tödlich, gefährlich – und doch mit Rissen in seiner Marmor-Fassade. Er wollte Sloane einschüchtern, aber ganz ehrlich: sie ist sein persönlicher Albtraum und Traum zugleich. Ihre Dialoge sind pures Feuerwerk – frech, bissig, sexy. Jeder Schlagabtausch zwischen den beiden hat geknistert wie eine Sicherung kurz vorm Durchbrennen. Ich habe jede einzelne Szene verschlungen.

Was dieses Buch so süchtig machend macht, ist die Mischung: Spannung, Mafia-Drama, ein Hauch Gefahr, aber gleichzeitig diese unverschämte Leichtigkeit durch Sloanes Humor. Man weiß nie, ob man als Nächstes eine Gänsehaut, Bauchkrämpfe vor Lachen oder Herzflattern bekommt. Und dann dieser eine Moment, wenn Declans harte Schale bröckelt … ich sag nur: Schmelz-Garantie!

Der Plot bleibt durchgehend spannend – überraschende Wendungen, dunkle Geheimnisse, Action, Leidenschaft. Es war, als würde ich in einem Strudel gefangen sein, aus dem ich mich nicht befreien wollte. Ich habe die Seiten verschlungen, jede freie Minute genutzt, um weiterzulesen – Schlaf? Fehlanzeige.

Fazit: Carnal Urges ist kein einfacher Mafia-Roman, sondern ein explosives Cocktailglas voller Humor, Gefahr, Leidenschaft und unvergesslicher Charaktere. Sloane und Declan sind kein klassisches Paar – sie sind ein Sturm, der alles mitreißt. Ich bin süchtig nach dieser Reihe und kann den nächsten Band kaum erwarten. Absolute 5 Sterne, weil weniger einfach nicht fair wäre.

My Dark Romeo – LJ Shen

Von der ersten Seite an fühlte ich mich, als würde ich in einen Strudel aus Glitzer, Gift und verdammt cleverer Schlagabtausche gezogen werden – und irgendwann konnte ich nicht mehr raus. Schlaf? Vernachlässigt. Nerven? Am Anschlag. Herz? Komplett hin- und hergerissen.

Dallas Townsend ist auf den ersten Blick die klassische Südstaaten-Prinzessin – hübsch, wohlerzogen, süß wie Buttercreme. Doch unter dem Ballkleid steckt eine Frau, die ihre Krone nicht brav tragen, sondern notfalls als Waffe einsetzen würde. Ich schwankte ständig zwischen „Dallas, ich will dich umarmen“ und „Dallas, ernsthaft?!“ – aber genau das hat sie so lebendig gemacht.

Und dann Romeo. Ach, Romeo Costa … er ist kein Mann, der die Bühne betritt, er sprengt sie. Kalt, arrogant, besitzergreifend – aber gleichzeitig mit so vielen Rissen, dass man als Leserin einfach wissen will, was hinter dieser perfekt polierten Fassade steckt. Ich habe ihn mehr als einmal gehasst. Und gleichzeitig wollte ich immer weiterlesen, um zu sehen, wann dieser eiskalte Kontrollfreak endlich ein Stück seiner Rüstung fallen lässt.

Die Dynamik zwischen den beiden? Pures Dynamit. Hass, Leidenschaft, Stolz, verletzte Egos – es knallt, es zischt, es macht süchtig. Die Dialoge sind oft so scharf, dass man sich daran schneiden könnte, und dann wieder so witzig, dass man laut auflacht. Das Autorenduo schafft es, diese „Enemies-to-Lovers“-Spannung glaubwürdig aufzubauen, ohne dass es in Kitsch versinkt.

Aber: Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich nicht auch ein bisschen meckern würde. Manche Dialoge klingen fast schon kindisch, und Dallas’ Entscheidungen haben mich mehr als einmal dazu gebracht, mit den Augen zu rollen. Außerdem hätte ich mir für Romeos Hintergrund mehr Tiefe gewünscht. Sein Trauma wird zwar erwähnt, aber für mich fast zu schnell abgehandelt – dabei liegt darin so viel Potenzial für emotionalen Tiefgang.

Trotz dieser Punkte: Ich war gefesselt. Ich habe mich geärgert, geflucht, gelacht und am Ende zugegeben auch ein bisschen geschmolzen. Genau deshalb 4 Sterne – weil ich zwar Kritik habe, aber die Sogwirkung dieses Buches nicht leugnen kann.

Fazit: My Dark Romeo ist keine seichte Lovestory, sondern ein bittersüßes Spiel um Macht, Rache und Gefühle. Eine moderne Märchen-Variante, die glänzt, kratzt und manchmal auch weh tut – und genau deshalb so verdammt fesselnd ist.

Wicked Mind – Bianca Mov

Dieses Buch hat mich nicht einfach nur unterhalten – es hat mich regelrecht verschlungen. Ich habe gelacht, gezittert, gehofft, gehadert und am Ende mit weit aufgerissenen Augen dagestanden. Bianca Mov schafft es, dass man mit jeder Seite tiefer in ein Geflecht aus Sehnsucht, Verboten und unausgesprochenen Wahrheiten hineingezogen wird – und glaubt mir, raus will man da nicht mehr.

Sienna und Nikolai sind nicht einfach nur Protagonisten einer Age-Gap-Romanze – sie sind ein einziger Sturm. Sie sprühen Funken, sie verbrennen Tabus, und gleichzeitig fühlt man jeden verletzlichen Herzschlag. Diese Mischung aus Unschuld und Rebellion, aus Verlangen und Zurückhaltung, hat mich vollkommen süchtig gemacht. Besonders die Szenen, in denen Grenzen verschwimmen und Gefühle unaufhaltsam ans Licht drängen, haben mir Gänsehaut beschert.

Und dann diese kleinen Details: ein Blick, ein unausgesprochenes Wort, ein Spiel, das weit mehr als ein Spiel ist… Bianca schreibt so bildhaft, dass man meint, direkt daneben zu sitzen – und heimlich mitzuschmachten!

Doch “Wicked Mind” ist nicht nur Leidenschaft. Es steckt Tiefe darin, ein Ringen mit Familie, Verlust und dem, was unausgesprochen zwischen den Zeilen steht. Gerade diese Kombination aus prickelnder Spannung und emotionalem Gewicht hat das Buch für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Das Ende? Ein Schlag in die Magengrube und gleichzeitig ein Meisterstück. Ich habe es verschlungen, war überrascht und gleichzeitig dankbar, dass eine Autorin den Mut hat, so zu schreiben.

Wenn ihr Geschichten liebt, die euch fesseln, euch gleichzeitig Herzklopfen und Herzschmerz verpassen und euch bis zur letzten Seite atemlos machen – dann greift hier zu.

Bianca Mov hat mit “Wicked Mind” nicht nur eine Geschichte geschrieben, sondern ein Erlebnis geschaffen.

Absolute 5 Sterne von mir – und ich weiß jetzt schon: Dieses Buch wird noch lange in meinem Kopf nachhallen!

Rewind it back – Liz Tomforde

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man ein Buch aufschlägt und schon nach den ersten Seiten merkt: Oh nein, das wird mich mein Herz kosten? Genau das ist mir mit „Rewind It Back“ passiert.

Ich dachte, ich wäre vorbereitet – immerhin ist es nicht das erste Buch der Windy City-Reihe, und ich habe mich schon Hals über Kopf in die Charaktere verliebt. Aber was Liz Tomforde hier mit Hallie und Rio geschaffen hat, hat mich komplett überrollt.

Die Story springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und genau das hat mich so gefesselt. Jedes Zurückspulen war wie ein kleiner Stich ins Herz, weil man ahnt, wie viel zwischen den beiden auf dem Spiel steht. Gleichzeitig fühlt es sich so echt, so menschlich an – dieses Zögern, diese unausgesprochenen Gefühle, diese Sehnsucht, die man fast selbst körperlich spürt.

Rio hat mich mehr als einmal zum Lächeln gebracht – er ist charmant, witzig, und trotzdem so verletzlich, dass man ihn einfach nur in den Arm nehmen will. Und Hallie? Stark und gleichzeitig voller Narben, die sie nie wirklich losgelassen haben. Ihre Playlist-Idee fand ich nicht nur süß, sondern so symbolträchtig, dass ich beim Lesen manchmal innehalten musste. Musik, Erinnerungen, Gefühle – alles verschmilzt hier zu etwas Großem.

Was ich an Liz Tomforde so bewundere, ist ihre Fähigkeit, Leichtigkeit und Schwere in einem Atemzug zu vereinen. Ich habe gelacht, ich habe geschluckt, ich habe an manchen Stellen wirklich Tränen in den Augen gehabt. Und am Ende? Dieses bittersüße Gefühl: Einerseits vollkommen erfüllt, andererseits ein bisschen leer, weil es vorbei ist.

Die Windy City-Reihe war für mich ein Zuhause zwischen den Seiten – und mit „Rewind It Back“ hat Liz Tomforde einen Abschluss geschrieben, der mich noch lange begleiten wird. Keine oberflächliche Lovestory, sondern eine Geschichte voller Ecken, Kanten, Zweifel und purer Emotion.

Fractured Fates – Josi Wismar

Manchmal stolpert man über ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern erlebt wird – und Fractured Fates war für mich genau so ein Erlebnis.

Was mir besonders im Gedächtnis bleibt, ist nicht nur die Handlung, sondern dieses unterschwellige Gefühl, dass unter der Oberfläche ständig etwas brodelt. Anfangs dachte ich noch: Okay, spannend, mal sehen, wohin das führt. Aber ab einem bestimmten Punkt hat die Geschichte mich einfach verschlungen – und ich konnte mich kaum entscheiden, ob ich weiterlesen oder das Gelesene erstmal verarbeiten sollte.

Die wechselnden Perspektiven von Holly, Florence und Vee sind wie ein Puzzle, das sich Stück für Stück zusammensetzt – manchmal mit leisen, fast poetischen Momenten, manchmal mit schneidender Härte. Diese Mischung aus Nähe und Distanz hat mich süchtig gemacht, denn man spürt, wie viel unterdrückte Wahrheit und Schmerz hinter den Figuren steckt.

Und dann diese Plot-Twists! Nicht nur überraschend – sie haben mein Vertrauen in bestimmte Figuren komplett erschüttert. Mehrmals dachte ich: Das kann doch jetzt nicht ernsthaft passieren! Genau das liebe ich: wenn eine Geschichte mich zwingt, innerlich mitzugehen, mitzuleiden und manchmal auch wütend zu werden.

Die Dynamik zwischen Holly und Carter ist dabei wie ein Tanz auf Messers Schneide – intensiv, voller Anziehung, aber nie ohne Gefahr. Ihre Zerrissenheit war so greifbar, dass ich beim Lesen fast selbst dieses Hin-und-Her gespürt habe.

Das Ende? Ein Cliffhanger, der mich gleichzeitig verzweifeln und begeistert zurückgelassen hat. Josi Wismar versteht es meisterhaft, die Tür aufzustoßen – und sie dann genau in dem Moment zuzuschlagen, in dem man hindurchtreten will.

Kurz: Fractured Fates ist kein Buch, das man einfach weglegt. Es zieht einen hinein, zerreißt einen innerlich und lässt einen gleichzeitig hungrig auf mehr zurück. Für mich ein absoluter 5-Sterne-Auftakt, der sich anfühlt, als hätte jemand mein Herz in Scherben gelegt – und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Things We Never Got Over // Things We Hide From The Light // Things We Left Behind – Lucy Score

SAMMELREZI

Manchmal stolpert man über eine Reihe und ahnt nicht, dass sie einen für Wochen, vielleicht sogar Monate, begleiten wird. Genau so war es mit Lucy Scores Knockemout-Büchern für mich: The Things We Never Got Over, Things We Hide From The Light und Things We Left Behind. Drei Geschichten, drei Paare, ein Ort – und doch so viel mehr als nur eine Kleinstadtromance.

Band 1 – Naomi & Knox:
Schon die erste Begegnung zwischen der Chaos-Prinzessin Naomi und dem knurrigen Knox hat mich in ihren Bann gezogen. Eigentlich dachte ich, ich wäre mit „Grumpy x Sunshine“ durch – aber Lucy Score hat bewiesen, dass Klischees atmen und leuchten können, wenn man sie richtig erzählt. Die Dynamik war bissig, süß, emotional – und Knockemout selbst fühlte sich sofort wie ein Ort an, an den ich zurückkehren möchte.

Band 2 – Lina & Nash:
Hier wurde es für mich ernster. Nashs innere Kämpfe und Linas Stärke haben mich oft schlucken lassen. Die beiden sind wie zwei Magnetpole, die sich nicht voneinander lösen können – und gerade dadurch entsteht dieser Sog. Ich mochte, dass der Humor und die Spice-Momente nie das Gefühl überlagert haben, sondern im richtigen Moment die Balance hielten. Und ja – die Funken haben so richtig geknistert.

Band 3 – Sloane & Lucian:
Das Finale war für mich pure Intensität. Lucian Rollins – was für ein Charakter! Dunkel, kompliziert, verletzlich, gleichzeitig so faszinierend, dass er jede Szene dominiert. Sloane war nicht immer leicht zu greifen, aber gerade dadurch blieb sie spannend – die perfekte Reibungsfläche für Lucians Entwicklung. Die Geheimnisse, die endlich gelüftet wurden, haben die gesamte Reihe auf ein neues Level gehoben.

Und genau hier liegt die Stärke der Trilogie: Es ist nicht nur Romance, nicht nur Spice, nicht nur Kleinstadtfeeling. Es ist das Gefühl, beim Zuklappen des Buches nicht loslassen zu können. Ich habe gelacht, geflucht, Tränen geschluckt und gleichzeitig diese wohlige Wärme gespürt, die nur Bücher auslösen können, die einen mitten ins Herz treffen.

Mein Fazit:
Die Knockemout-Reihe ist nicht einfach nur eine Ansammlung von Liebesgeschichten. Sie ist ein Zuhause geworden, ein Ort, zu dem ich immer wieder zurückkehren möchte. Lucy Score hat Figuren erschaffen, die sich anfühlen wie Freunde, und Geschichten, die man noch lange nachhallend im Herzen trägt.
Fünf Sterne – und eigentlich noch ein paar mehr.

The One i left Behind – Lauren Blakely

Als ich The One I Left Behind zur Hand nahm, hatte ich dieses Kribbeln – Kleinstadt-Atmosphäre, Ranch-Flair, eine große chaotische Familie und ein Second-Chance-Trope? Eigentlich ein Rezept, bei dem ich schon vorher wusste: „Das wird mein Buch.“ Und ja, Piper Rayne hat mich mit liebevollen Charakteren, dem charmanten Setting und dem Nostalgie-Gefühl auch erwischt. Ich habe mich sofort nach Willowbrook versetzt gefühlt, als würde ich selbst mit einem Eistee auf der Ranch-Veranda sitzen.

Und trotzdem: so richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht.
Ben und Gillian sind süß zusammen, keine Frage. Aber alles verlief mir ein wenig zu reibungslos, zu brav, zu vorhersehbar. Ich habe mich nach Funken, nach Konflikten, nach Momenten gesehnt, die mich mitten ins Herz treffen – doch stattdessen plätscherte vieles dahin. Es fehlte der Schlagabtausch, das Knistern, das „Oh mein Gott, wie geht das jetzt aus?“-Gefühl, das eine Second-Chance-Lovestory so besonders machen kann.

Was ich wiederum geliebt habe: die Noughton-Familie. Diese Mischung aus Eigenheiten, Chaos und Wärme war für mich das eigentliche Highlight des Buches. Auch die Kleinstadt-Dynamik hatte ihren ganz eigenen Zauber.

The One I Left Behind ist kein schlechtes Buch – im Gegenteil, es ist charmant, leicht und ideal für zwischendurch. Aber für mich blieb es zu oberflächlich, als hätte man nur an der Oberfläche gekratzt. Ich wollte mehr Tiefe, mehr Drama, mehr Herzblut.
Deshalb von mir drei Sterne – mit dem Wunsch, dass die Fortsetzungen mutiger werden. Denn das Potenzial steckt definitiv zwischen den Zeilen, es darf nur noch mehr rausgelassen werden.

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