Undoubtable Love – Kylie Scott
Nach dem Tod ihrer Tante erbt Susie deren Haus und zieht ein, um es zu renovieren. Bei der Suche nach Unterstützung stößt sie auf Lars, den besten Freund ihres Ex-Freundes. Obwohl die beiden sich immer gemocht haben, hatte Susie gehofft, ihm nach der schwierigen Trennung nicht so schnell wieder zu begegnen. Doch als sie während der Renovierungsarbeiten eine mysteriöse Scheidungsurkunde aus der Zukunft finden, die auf sie beide ausgestellt ist, nimmt das Geschehen eine unerwartete Wendung.
Susie ist eine erfrischende und sympathische Protagonistin. Mit ihrer offenen Art und ihrem Humor zieht sie den Leser sofort in ihren Bann. Es ist offensichtlich, dass sie in ihrem Leben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen hatte – von einer schwierigen Kindheit bis hin zu missglückten Beziehungen. Trotzdem ist sie eine starke, warmherzige Frau geworden, die immer für ihre Freunde da ist und nie den Glauben an sich selbst verliert. Ihre Entwicklung, ihre Stärke und ihre Empathie sind ein wichtiger Teil dessen, was die Geschichte so ansprechend macht.
Lars ist eine ganz andere Art von Charakter. Vom Verhalten her eher der zurückhaltende, wortkarge Typ, der zu viel Redegewirr nicht nötig hat und das hat mich persönlich genervt, da er einem tiefgründigen und wichtigen Gespräch lieber aus dem Weg gehen wollte. Ich konnte mich mit ihm leider nicht ganz anfreunden und habe ihn oftmals einfach nicht verstanden.
Die Charaktere insgesamt kamen mir jedoch etwas oberflächlich vor. Trotz einiger interessanter Facetten fehlte mir eine tiefere Entwicklung, die das Gefühl vermittelt hätte, dass sie sich wirklich weiterentwickeln. Die Veränderungen, die sie durchlaufen, erscheinen mir oft zu abrupt und nicht vollständig nachvollziehbar, was das Leseerlebnis für mich etwas getrübt hat.
Die Idee mit der Scheidungsurkunde aus der Zukunft hat zunächst für eine faszinierende, mysteriöse Atmosphäre gesorgt. Doch leider verlor das Thema im Verlauf der Geschichte an Reiz, da es immer wieder von den beiden Protagonisten thematisiert wurde, ohne dass es zu wirklichen neuen Erkenntnissen kam.
Insgesamt ein Buch, das zwar mit einer interessanten Ausgangsidee und starken Gemeinschaftsbeziehungen punkten kann, aber mit einer Charakterentwicklung und einem Plot, der für mich nicht ganz zu Ende gedacht war.
