Magnolia Parks Jessa Hastings

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – bei Magnolia Parks fühlt man sich, als würde man in ein perfekt gestyltes, funkelndes Chaos eintauchen und nicht mehr herausfinden. Es ist schön, es ist hässlich, es ist zerstörerisch – und trotzdem kann man nicht aufhören zu lesen.

Magnolia und BJ sind das Paradebeispiel einer toxischen Beziehung. Sie wissen, dass sie sich nicht guttun, aber sie wissen auch, dass niemand sonst sie so versteht. Und genau da liegt die Faszination: Man beobachtet zwei Menschen, die sich gleichzeitig lieben und ruinieren – und man will einfach nur verstehen, warum man so mitfiebert, obwohl man ständig denkt: „Bitte, tut euch das nicht mehr an.“

Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, aber nicht das. Ich dachte, ich bekomme Drama, Glitzer und ein bisschen Gossip-Girl-Vibe. Stattdessen bekam ich emotionales Chaos, schmerzhafte Ehrlichkeit und eine Protagonistin, die sich hinter Luxusmarken versteckt, während ihr Herz in Scherben liegt. Und BJ… ach BJ. Er ist das wandelnde Paradoxon zwischen Schmerz, Selbsthass und dieser einen Berührung, die alles wieder zum Brennen bringt.

Jessa Hastings schreibt so, dass man sich fühlt, als würde man bei jeder Seite tiefer in ein Tagebuch blicken, das man eigentlich nicht lesen sollte. Der Schreibstil ist roh, poetisch, manchmal fast zu schön für das, was erzählt wird. Es fühlt sich an, als wäre das ganze Buch ein Luftholen zwischen zwei emotionalen Zusammenbrüchen – auf die bestmögliche Art.

Aber – und deshalb keine fünf Sterne – manchmal verliert sich die Geschichte ein bisschen in ihrem eigenen Stil. Es gibt Längen, Wiederholungen und Momente, in denen ich dachte: Jetzt sag es doch einfach, Magnolia. Dieses Hin und Her, dieses ewige Nicht-Loslassen-Können – es frustriert, und das soll es wahrscheinlich auch. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Handlung und weniger Herzstillstand gewünscht.

Und trotzdem: Ich bin süchtig. Ich will wissen, wie es weitergeht, will verstehen, wie viel Schmerz zwei Menschen ertragen können, bevor sie wirklich loslassen (oder endlich füreinander kämpfen). Dieses Buch ist kein Wohlfühlroman – es ist ein emotionaler Schleudergang in Designer-Outfits.

Fazit:

Magnolia Parks ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist eins, das man fühlt, hasst, liebt, anschreit und trotzdem nicht aus der Hand legt. Es ist wunderschön, hässlich, kaputt – und genau das macht es so verdammt besonders. 

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