Cross my Heart – Roxy Sloane

Ich bin noch immer nicht ganz über dieses Buch hinweg. Cross My Heart war wie ein Strudel aus Leidenschaft, Geheimnissen und diesem gewissen Schmerz, der sich langsam in dein Herz schleicht, bis du plötzlich völlig drinsteckst.

Roxy Sloane hat diese ganz eigene Art, Spannung und Sinnlichkeit miteinander zu verweben – so, dass du gar nicht merkst, wie süchtig du wirst.

Tessa war für mich sofort greifbar. Ihre Verzweiflung, ihre Wut, ihre Entschlossenheit, der Wahrheit über den Tod ihrer Schwester näherzukommen – all das hat sie so real gemacht. Ich mochte, dass sie nicht aufgibt, auch wenn sie in einer Welt voller Geheimnisse und Machtspiele gegen Wände läuft. Sie ist verletzlich, aber nie schwach.

Und dann Saint.

Anthony St. Clair – charmant, klug, provokant, verboten. Ich schwöre, dieser Mann hat eine Präsenz, die man beim Lesen fast körperlich spürt. Er redet nicht einfach – er verführt mit Worten. Und ja, manchmal wollte ich ihn schütteln, weil er mich in den Wahnsinn getrieben hat. Aber genau das war das Faszinierende: Man weiß nie, ob man ihm vertrauen kann, und trotzdem will man es so sehr.

Die Dynamik zwischen Tessa und Saint ist elektrisierend.

Nicht diese aufgesetzte, künstliche Chemie, sondern etwas Dunkles, Echtes, das langsam knistert, bis es brennt. Jede Begegnung der beiden war ein kleiner Sturm – unausgesprochen, gefährlich und gleichzeitig so voller Sehnsucht, dass ich die Seiten förmlich verschlungen habe.

Was ich geliebt habe: das Oxford-Setting. Diese Mischung aus alten Mauern, elitären Geheimnissen und der bittersüßen Versuchung, die in der Luft liegt – ich war sofort drin. Man riecht förmlich die Bücher, den Regen, den Whiskey. Und ja, es ist genau dieses „Dark Academia with a sinful twist“, das süchtig macht.

Aber (und hier kommt mein kleiner Kritikpunkt):

Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Story kurz zu sehr auf das Drama setzt, statt die Spannung um Tessas Schwester noch tiefer auszubauen. Ich wollte manchmal mehr Antworten und weniger Ablenkung. Trotzdem – das, was da an Emotionen transportiert wird, hat mich mehr als einmal getroffen.

Und das Ende? Uff. Ich hab’s kommen sehen – und war trotzdem nicht bereit.

Ich brauche den nächsten Band. Jetzt. Sofort.

Fazit:

Cross My Heart ist düster, sinnlich und voller Geheimnisse. Eine Geschichte über Vertrauen, Schuld, Begierde – und den Mut, trotz allem weiterzugehen.

Roxy hat mich nicht einfach nur unterhalten, sie hat mich verführt – und ich weiß, dass ich in Oxford noch lange nicht fertig bin.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten