The One i left Behind – Lauren Blakely

Als ich The One I Left Behind zur Hand nahm, hatte ich dieses Kribbeln – Kleinstadt-Atmosphäre, Ranch-Flair, eine große chaotische Familie und ein Second-Chance-Trope? Eigentlich ein Rezept, bei dem ich schon vorher wusste: „Das wird mein Buch.“ Und ja, Piper Rayne hat mich mit liebevollen Charakteren, dem charmanten Setting und dem Nostalgie-Gefühl auch erwischt. Ich habe mich sofort nach Willowbrook versetzt gefühlt, als würde ich selbst mit einem Eistee auf der Ranch-Veranda sitzen.

Und trotzdem: so richtig gepackt hat mich die Geschichte nicht.
Ben und Gillian sind süß zusammen, keine Frage. Aber alles verlief mir ein wenig zu reibungslos, zu brav, zu vorhersehbar. Ich habe mich nach Funken, nach Konflikten, nach Momenten gesehnt, die mich mitten ins Herz treffen – doch stattdessen plätscherte vieles dahin. Es fehlte der Schlagabtausch, das Knistern, das „Oh mein Gott, wie geht das jetzt aus?“-Gefühl, das eine Second-Chance-Lovestory so besonders machen kann.

Was ich wiederum geliebt habe: die Noughton-Familie. Diese Mischung aus Eigenheiten, Chaos und Wärme war für mich das eigentliche Highlight des Buches. Auch die Kleinstadt-Dynamik hatte ihren ganz eigenen Zauber.

The One I Left Behind ist kein schlechtes Buch – im Gegenteil, es ist charmant, leicht und ideal für zwischendurch. Aber für mich blieb es zu oberflächlich, als hätte man nur an der Oberfläche gekratzt. Ich wollte mehr Tiefe, mehr Drama, mehr Herzblut.
Deshalb von mir drei Sterne – mit dem Wunsch, dass die Fortsetzungen mutiger werden. Denn das Potenzial steckt definitiv zwischen den Zeilen, es darf nur noch mehr rausgelassen werden.

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