Mountains Made of Glass & Apples Dipped in Gold – Scarlett St. Clair

Scarlett St. Clair hat mich mit diesem Doppelband direkt wieder in eine düstere, sinnliche Märchenwelt gezogen – und obwohl nicht alles perfekt war, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Mountains Made of Glass hat mich zwiegespalten zurückgelassen: Die Idee ist faszinierend – ein Deal, ein Name, eine tödliche Schuld – und Casimir ist definitiv ein Charakter, den man nicht so schnell vergisst. Aber gleichzeitig hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte zu viel wollte: zu viele Märchenmotive, zu viel Hin und Her zwischen den Figuren. Es fehlte mir stellenweise die Tiefe, die die Handlung runder gemacht hätte. Trotzdem: die düstere Atmosphäre und das Katz-und-Maus-Spiel haben mich immer wieder gepackt.

Apples Dipped in Gold hingegen war für mich ein echtes Highlight. Samara und Lore hatten sofort eine greifbare Chemie, die Geschichte fühlte sich stringenter und intensiver an – und ich habe sie praktisch in einem Rutsch durchgelesen. Hier stimmte die Balance zwischen Märchenanleihen, Romantik und Spannung einfach besser, sodass ich wirklich mit den Figuren fühlen konnte.

Was ich an beiden Novellen geliebt habe, ist Scarletts Schreibstil: poetisch, sinnlich und gleichzeitig leicht zu lesen. Die wechselnden Perspektiven haben die Emotionen noch greifbarer gemacht.

Fazit: Dieses Buch ist nicht makellos, aber genau das macht es spannend. Zwei Novellas, die gegensätzlicher kaum sein könnten – eine etwas zu überladen, die andere brillant in ihrer Intensität. Zusammen ergeben sie ein Leseerlebnis, das Märchenliebhaber:innen fesseln wird. Und ich? Ich freue mich jetzt schon auf weitere Ausflüge nach Fairyland.

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