Story of my Life – Lucy Score
Story of My Life war für mich wie eine langsame, aber wohltuende Umarmung – nicht auf den ersten Blick überwältigend, aber dafür umso nachhaltiger.
Hazel ist keine typische RomCom-Heldin. Sie ist verletzt, überfordert und festgefahren – aber genau das macht sie so greifbar. Als sie nach Story Lake zieht, eigentlich nur auf der Suche nach Ruhe und Abstand, beginnt sie ganz langsam, sich selbst wiederzufinden. Und dabei läuft ihr Cam über den Weg: wortkarg, handfest, charmant auf eine raue Art, die einem erst später unter die Haut geht.
Was mich wirklich überzeugt hat, war die Mischung aus Gefühl und Authentizität. Die Geschichte lebt von ihren Dialogen, den kleinen, echten Momenten, und von einem Setting, das sich so lebendig anfühlt, als würde man selbst durch die Straßen dieser Kleinstadt laufen. Es gibt so viel Liebe im Detail – und Hazel und Cam wachsen einem dabei fast unbemerkt ans Herz.
Aber: Der Einstieg war etwas zäh. Es hat etwas gedauert, bis ich wirklich im Flow war – und auch wenn die Handlung stellenweise vertraut wirkte, schafft es Lucy Score, dem Ganzen durch Tiefe und Humor eine eigene Note zu geben. Nicht jeder Konflikt hat mich komplett überzeugt, doch die emotionale Entwicklung der Figuren hat vieles wettgemacht.
Am Ende war es eine Geschichte übers Loslassen, Heilen und darüber, dass manchmal gerade die leisen Veränderungen am stärksten spürbar sind.
Fazit:
Story of My Life ist nicht laut, nicht übertrieben dramatisch – aber es ist ehrlich, gefühlvoll und sehr warmherzig erzählt. Ein Buch, das bleibt, ohne sich aufzudrängen. Für mich ein Herzensbuch mit kleinen Schwächen – aber ganz viel Charme.
