Foulplay – Laura Willud

Manchmal gibt es Bücher, die fesseln dich nicht nur – sie ziehen dich mitten hinein. Foul Play war für mich genau so ein Buch. Schon nach wenigen Seiten hatte mich Laura Willuds Schreibstil gepackt: direkt, emotional, bildhaft – einfach mitreißend. Doch was mich wirklich begeistert hat, war die Tiefe, mit der sie ihre Charaktere zeichnet.

Lori und Joshua sind mehr als nur ein süßes Paar mit sportlichem Background – sie sind zwei gebrochene Menschen, die einander sehen, genau da, wo es am meisten weh tut. Besonders Lori habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre Unsicherheit, ihr innerer Konflikt, gerade im Umgang mit ihrer Familie – all das wurde so authentisch und greifbar beschrieben, dass es mir stellenweise wirklich das Herz zusammengedrückt hat. Ich habe mich in ihren Gedanken wiedergefunden, als würde ich selbst in ihren Schuhen stehen.

Und Joshua? Hach. Kein aalglatter Bookboyfriend, sondern ein junger Mann mit viel zu viel Schuldgefühl und einem liebevollen Herz, das er nur schwer zeigen kann. Seine Selbstzweifel, seine Art, Verantwortung auf sich zu laden, haben mich tief bewegt. Was ich besonders mochte: Laura Willud lässt ihre Figuren nicht perfekt sein. Sie stolpern, reflektieren, wachsen – und genau das macht ihre Geschichte so glaubwürdig und menschlich.

Das Setting – College, Football, kleine Town-Vibes – kombiniert mit beliebten Tropes wie „verbotene Nähe“ und „Found Family“, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Doch das Besondere war für mich die Balance: Zwischen Leichtigkeit und Tiefe, zwischen Knistern und Schmerz. Ich habe gelacht, mitgefiebert und mitgelitten – und irgendwann festgestellt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen kann.

Klar gibt es vertraute Elemente, aber Laura Willud verleiht ihnen einen frischen Ton, der sich weder aufgesetzt noch klischeehaft anfühlt. Im Gegenteil: Foul Play hat sich angefühlt wie ein Zuhause in Buchform. Warm. Aufwühlend. Echtes Herzklopfen.

Fazit:

Foul Play ist mehr als eine typische Sport Romance – es ist eine Geschichte über Selbstwert, Heilung, Nähe und zweite Chancen. Mit Charakteren, die man nicht so schnell vergisst, und einer Emotionalität, die unter die Haut geht.

Für mich ganz klar ein Highlight – und definitiv nicht das letzte Buch, das ich von Laura Willud lesen werde.

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