Kodiak Echoes: Trust me – Julia Pauss
Mit Kodiak Echoes – Trust me führt Julia Pauss ihre Dilogie zu einem packenden Ende und rückt zwei Figuren ins Zentrum, die wir bereits im ersten Band kennengelernt haben. Ihre Geschichte ist nicht nur eine Lovestory, sondern auch eine Reise zu Vertrauen, Selbstbestimmung und innerer Heilung – vor der Kulisse einer bedrohlichen, düsteren Atmosphäre, wie sie die Autorin so gut beherrscht.
Keira hat mir zu Beginn einiges abverlangt – kühl, verschlossen, schwer greifbar. Doch gerade diese Schwierigkeit macht ihre Entwicklung umso glaubhafter. Im Laufe der Geschichte zeigt sie, wie viel Stärke in vermeintlicher Härte steckt, ohne dass ihre Wandlung forciert wirkt. Finn hingegen wirkt auf Anhieb zugänglich – ein ruhender Pol mit Tiefe, der mit seiner klaren Haltung und seinem Einfühlungsvermögen überzeugt, ohne zum Klischee zu verkommen.
Die Beziehung der beiden baut sich langsam und organisch auf, was ich als wohltuende Abwechslung empfunden habe. Die Liebesgeschichte steht nie zu sehr im Vordergrund, sondern verwebt sich geschickt mit der Bedrohung durch einen unbekannten Stalker, der Keiras ohnehin wackeliges Sicherheitsgefühl ins Wanken bringt. Gerade in diesen spannungsgeladenen Momenten spielt Pauss ihre Stärke aus: Die beklemmende Stimmung ist greifbar, die Gefahr spürbar – ohne Effekthascherei.
Ich kann die Dilogie wirklich sehr empfehlen. Ihr werdet es nicht bereuen!
