Doctor Single Dad – Louise Bay

„Doctor Single Dad“ ist eine herzerwärmende Geschichte mit vielen süßen Momenten – aber sie bleibt leider etwas an der Oberfläche.

Die Prämisse ist absolut mein Ding: ein überforderter Arzt, der plötzlich alleinerziehender Vater wird, und eine taffe Nanny mit einem großen Herzen und einem noch größeren Verantwortungsbewusstsein. Zwischen Dax und Eira knistert es von Anfang an – das merkt man, das fühlt man. Louise Bay versteht es definitiv, Chemie zwischen zwei Figuren aufzubauen. Und ja, die kleine Tochter ist ein echtes Highlight – sie bringt genau das Maß an Chaos, das die Geschichte charmant macht.

Was mir jedoch gefehlt hat, war Tiefe. Es gab viele Szenen, bei denen ich dachte: Jetzt! Jetzt kommt ein Gespräch, das richtig unter die Haut geht. Aber dann blieb es oft bei Andeutungen oder wurde schnell wieder abgebrochen. Gerade bei zwei Figuren mit so viel emotionalem Gepäck hätte ich mir mehr gewünscht – mehr Schmerz, mehr echte Verletzlichkeit, mehr Gespräche, die nicht nur süß, sondern auch bedeutungsvoll sind.

Die Coves als Familie sind wie immer ein Wohlfühlfaktor, und Bay schreibt gewohnt locker, flüssig und bildhaft. Man fliegt durch die Seiten. Aber das gewisse Etwas, das ein Buch von gut zu unvergesslich macht, hat mir diesmal gefehlt.

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