Purple Clouds – Honeymoon – Mounia Jayawanth

„Purple Clouds – Honeymoon“ ist der Auftakt zur „Purple Clouds“-Reihe von Mounia Jayawanth, in der jede Geschichte für sich steht. In diesem ersten Band dreht sich alles um Debbie White und Emory Vaughn, deren unerwartete Verbindung mit einer kleinen, aber echten Hochzeit endet – und das nach nur einer einzigen Nacht, die ihre Leben für immer verändern sollte.

Die Ausgangssituation klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Ein einmaliges Treffen, eine unvergessliche Nacht und eine rechtskräftige Hochzeit. Doch vier Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut. Statt sich endgültig voneinander zu trennen, werden die beiden wieder mit der „Fake“-Ehe konfrontiert – doch dieses Mal wird alles viel echter und auch komplizierter, als sie jemals erwartet hätten.

Ich war sehr gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um diese skurrile Idee entwickeln würde, und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders interessant fand ich die Idee einer feministischen Zeitung, die die Charaktere mitgestalten, auch wenn dieses Thema nicht ganz so ausführlich behandelt wurde, wie ich es mir gewünscht hätte. Und das fand ich wirklich schade..

Was „Honeymoon“ besonders macht, ist die Art und Weise, wie Jayawanth verschiedene gesellschaftlich relevante Themen geschickt in die Geschichte einwebt. Es geht nicht nur um Liebe und Beziehungen, sondern auch um Selbstzweifel, Mobbing, toxische Beziehungen und die Herausforderungen, die viele Frauen und Männer im Alltag erleben. Dazu kommen noch Themen wie ADHS und Zöliakie, die der Autorin gut gelungen sind, auch wenn sie nur ansatzweise behandelt werden. Diese Themen regen zum Nachdenken an und verleihen der Geschichte eine tiefere Dimension, auch wenn ich mir davon noch mehr gewünscht hätte, da es mir einfach zu wenig war.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Beide sind aufmerksam, fürsorglich und zeigen im Verlauf der Geschichte eine beachtliche Entwicklung. Aber trotz all dieser positiven Aspekte konnte mich nicht alles überzeugen. Die Vielzahl an angeschnittenen Themen wirkte manchmal etwas zu viel, und einige Missverständnisse zwischen den beiden hätten meiner Meinung nach realistischer und weniger dramatisch dargestellt werden können. An einigen Stellen hätte ich mir eine erwachsenere Kommunikation zwischen den Charakteren gewünscht – vor allem in Bezug auf ihre Gefühle.

Trotz dieser kleinen Schwächen hatte die Geschichte aber auch viele charmante und humorvolle Momente, die die romantische Atmosphäre unterstrichen. Die Dynamik zwischen den beiden war insgesamt erfrischen und schön mitzuverfolgen, auch wenn der Verlauf der Geschichte gegen Ende etwas an Spannung verlor und ich mir hier und da mehr Höhepunkte gewünscht hätte.

Ich bin schon gespannt auf die nächsten Teile

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