Lakestone Campus 3 – Alexandra Flint
Nachdem ich die ersten beiden Bände der Lakestone Campus-Reihe sehr genossen habe, war meine Vorfreude auf Lucies Geschichte natürlich riesig – vor allem, weil ich gespannt war, wie sich das große Finale anfühlen würde. Der dritte Band knüpft direkt an die Ereignisse des zweiten an, was mich sofort wieder ins Geschehen gezogen hat. Lucie verbirgt ein tiefes Geheimnis. Sie gibt vor jemand zu sein, der sie nicht ist, nachdem sie nach einem traumatischen Ereignis geflüchtet ist und ihre wahre Vergangenheit hinter sich lässt.
Doch Lucie kann nicht ewig vor ihrer Vergangenheit fliehen. Ihr ehemaliger bester Freund Callahan, den sie ohne ein Wort verlassen hat, ist nun ebenfalls am Lakestone Campus. Er ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und unterstützt seine alleinerziehende Mutter, indem er ihr mit einem Stipendium ein besseres Leben ermöglichen möchte. Diese Verantwortung und Hingabe machen ihn für mich besonders greifbar und sympathisch. Ich konnte sofort mit ihm mitfühlen.
Die Begegnung der beiden auf dem Campus ist für Call ein echter Schock. Trotz der Wut, die er noch immer über Lucies abruptes Verschwinden empfindet, sucht er das Gespräch – doch Lucie blockt ihn ab.
Einerseits konnte ich ihre Reaktion nachvollziehen, aber sie hätte nicht so unfair ihm gegenüber sein sollen. Nicht jeder hätte nach ihrem Verhalten noch das Gespräch gesucht. Und ihn dann auch noch verdächtigen, hinter den Drohnachrichten zu stecken? Das war wirklich unterste Schublade!
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Call und Lucie entwickelt, hat mich leider nicht so richtig packen können. Ihre Annäherung wirkte eher konstruiert als authentisch – es fehlte das knisternde Gefühl, das ich aus anderen Büchern kenne. Leider konnte die Liebesgeschichte mich gar nicht fesseln oder überzeugen.
Die Geschichte selbst hatte immer wieder interessante Momente, vor allem, wenn es um Lucies Vergangenheit ging, die nach und nach Stück für Stück enthüllt wurde. Allerdings fand ich, dass die Erzählweise stellenweise sehr sprunghaft war. Manche Themen wurden fast vergessen, nur um plötzlich wieder in den Mittelpunkt zu rücken, was die Handlung für mich manchmal ein wenig chaotisch und unzusammenhängend machte.
Trotz dieser Schwächen war es jedoch weiterhin spannend, Lucies Geschichte zu verfolgen, auch wenn ich mir von diesem Abschluss mehr erwartet hatte. Besonders die Entwicklung von Lucies Charakter und die Annäherung zwischen den beiden haben nicht die erhoffte Tiefe erreicht. Insgesamt kann ich leider sagen, dass dieses Buch für mich der schwächste Teil der Reihe war..
